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Aidsforscher Wainberg im Alter von 71 Jahren ertrunken

14.04.2017

Der als "Gigant" im Kampf gegen Aids bezeichnete Wissenschafter Mark Wainberg ist tot. Der Kanadier starb im Alter von 71 Jahren, wie Unaids, die UN-Organisation zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit, mitteilte.

Den international renommierten Forscher, einer der Pioniere beim Kampf gegen das HI-Virus, ereilte ein tragischer Tod. Wie Radio Canada berichtete, ertrank er am 12. April beim Schwimmen vor der Küste von Bal Harbour im US-Bundesstaat Florida.

Würdigungen allerorts

Unaids-Chef Michel Sidibe erklärte, Wainbergs Arbeit habe dazu beigetragen, "Millionen Menschenleben zu retten". Linda-Gail Bekker, Präsidentin der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS), die Wainberg von 1998 bis 2000 leitete, sagte, die Forschergemeinde habe "einen unserer leidenschaftlichsten Kämpfer" verloren.

Wainberg war als informeller Berater von Unaids tätig. Zum Zeitpunkt seines Todes leitete er die Aids-Forschungsabteilung am Lady-Davis-Institut für medizinische Forschung am Jüdischen Generalkrankenhaus in Montreal sowie das Aids-Zentrum an der McGill-Universität, ebenfalls in Montreal.

Kritik an Firmen

Er war Veranstalter der 13. Internationalen Aids-Konferenz im Jahr 2000 im südafrikanischen Durban, die damit erstmals nicht in einem entwickelten Industriestaat stattfand. Bei der Internationalen Aids-Konferenz im kanadischen Toronto 2006 war Wainberg Ko-Vorsitzender.

Häufig beklagte er sich, dass es beim Kampf gegen Aids nicht gelungen sei, die großen Pharma-Gesellschaften einzubeziehen. Regierungen und Hilfsorganisationen müssten Wege finden, die Forschung finanziell lukrativer zu gestalten.

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