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Könnte für Behandlung von Erbkrankheiten wichtig werden © APA (Getty Images NA/AFP)
Könnte für Behandlung von Erbkrankheiten wichtig werden © APA (Getty Images NA/AFP)

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EPA plant Patenterteilung für Merck-CRISPR-Verfahren

03.08.2017

Das deutsche Pharmaunternehmen Merck dürfte für ein CRISPR-Verfahren vom Europäischen Patentamt (EPA) ein Patent bekommen. Das teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit.

Mit einer Patentierung würde die CRISPR-Genomintegrationstechnologie von Merck umfangreich geschützt und das Patentportfolio des Unternehmens weiter gestärkt, hieß es. Mit der Technologie des Unternehmens könnten Wissenschafter eine krank machende Genmutation durch eine funktionale Gensequenz ersetzen. Forscher könnten mit dem Verfahren auch Transgene einschleusen, um Grundlagenforschung zu betreiben. Die Technologie hilft ihnen beispielsweise dabei, körpereigene Proteine für die visuelle Nachverfolgung in Zellen zu markieren.

Die Patentanmeldung ist eine von zahlreichen CRISPR-Patentanmeldungen, die das Unternehmen seit 2012 eingereicht hat. Im Mai 2017 gab Merck mit Proxy-CRISPR die Einführung einer alternativen CRISPR-Methode zur Genom-Editierung bekannt. Im Gegensatz zu anderen Systemen ermögliche das neue Verfahren den Zugriff auf bisher nicht erreichbare Regionen des Genoms und mache CRISPR dadurch effizienter, flexibler und spezifischer, hieß es in der Aussendung.

Der Konzern ist seit 14 Jahren im Bereich der Genom-Editierung tätig. Neben der grundlegenden Forschung zur Genom-Editierung unterstützt Merck die Entwicklung von gen- und zellbasierten Therapien und stellt virale Vektoren zum Einschleusen von Erbsubstanz in Zellen her.

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