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Fachtagung: „Schweigen ist Silber, reden ist Gold!“

03.10.2017

Jugendamtspsychologinnen und -psychologen aus ganz Österreich treffen einander vom 5. bis 6. Oktober 2017 zu ihrer jährlichen Fachtagung im Wiener Rathaus. Stadtrat Jürgen Czernohorszky wird die Veranstaltung am 5. Oktober um 9:15 Uhr eröffnen.

Psychologinnen und Psychologen kennen das: Sie führen ein Gespräch, sind darauf vorbereitet und dennoch entwickelt sich die Beratung ganz anders als erwartet. Über Erfolg oder Misserfolg eines Gespräches entscheidet oft nicht das, was an der Oberfläche ansprechbar und somit veränderbar ist. Es sind die unausgesprochenen Gefühle und etwaige Geheimnisse, die unser Handeln maßgeblich steuern. Die Tagung versucht typische tabuisierte Bereiche in der Kinder- und Jugendhilfearbeit ins Blickfeld zu rücken und sie vor einem wissenschaftlichen Hintergrund zu reflektieren.

Kurzer Überblick über die Referentinnen und Referenten sowie die Themen (nach der Reihenfolge der Vorträge)

1. Prof. Dr. Kay BIESEL ist Professor für Kinder- und Jugendhilfe mit dem Schwerpunkt Kindesschutz am Institut Kinder- und Jugendhilfe an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Fehler der Fachkräfte im Kinderschutz können auf die Lebensverläufe von Kindern und Familien massive Auswirkungen haben. Prof. Biesel beschreibt, dass rechtzeitig zu erkennen, wenn etwas schiefläuft und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen, einen offenen Umgang mit Fehlern in den betreffenden Organisationen erfordert.

2. Prof.in Dr.in Judith DANIELS ist Professorin für Klinische Psychologie an der Universität Groningen in den Niederlanden. Neben Burnout gerät zunehmend die Sekundäre Traumatisierung als Spezifikum psychologischer Arbeit in den Blick. Es wird beleuchtet, welche Faktoren zum Auftreten einer Sekundären Traumatisierung beitragen und wie eine wirksame Prävention aussehen kann.

3. Dr.in Gertrude BOGYI Als Klinische Psychologin und Lehranalytikerin war Dr.in Bogyi 40 Jahre an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und als Leiterin des Ambulatoriums Boje in Wien tätig. Abschiede, Verlusterlebnisse und Begegnungen mit dem Tod sind Themen, die gerne von Kindern ferngehalten, beschönigt oder verschwiegen werden. Dr.in Bogyi erklärt warum die Wahrheit leichter zu ertragen ist als gut gemeinte „Lügen“.

4. Univ.-Prof. Dr. Peter KAISER ist Universitätsprofessor für Psychologie und Pädagogik an der Universität Vechta. Er betrachtet Familiengeheimnisse als generations-übergreifendes Problem für Kinder. Ob Kindern wichtige Informationen vorenthalten werden oder sie wider Willen zu Geheimnisträgern werden: Familiengeheimnisse wirken sich negativ auf ihre Bindungsbeziehungen und ihre Entwicklung aus.

5. Assoc.-Prof.in Dr.in Claudia KLIER leitet die Pädiatrische Psychosomatik an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien und forscht im Bereich der Neugeborenentötungen. Dr.in Klier analysiert die Wirkung präventiver Maßnahmen und beschreibt die Entwicklung von Kindern nach anonymen Geburten sowie Hintergründe und Motive der Mütter.

64. Fachtagung der österreichischen Jugendamtspsychologinnen und -psychologen „Schweigen ist Silber, reden ist Gold. Aspekte für die psychologische Arbeit mit Tabus im Kinder- und Jugendhilfekontext.“

Bitte merken Sie sich vor:

• Donnerstag, 5. Oktober 2017 (09:15 – 16:00 Uhr) • Freitag, 6. Oktober 2017 (08:30 – 14:00 Uhr)

Ort: Wiener Rathaus, Wappensaal

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich willkommen und haben die Möglichkeit Interviews mit den Vortragenden zu führen.

Rückfragehinweis:
   Hannes Kolar
   Leiter des Psychologischen Dienstes der MA 11
   Telefon: 01 4000 90891
   E-Mail: mailto:hannes.kolar@wien.gv.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/174/aom

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