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Fisch und Meeresfrüchte fördern die Gesundheit

05.12.2018

Im H2020-Forschungsprojekt SEAFOOD TOMORROW, an dem das ACR-Institut LVA beteiligt ist, geht es um die Erarbeitung von innovativen Lösungen für mehr Lebensmittelsicherheit und eine bessere Qualität von Produkten aus dem Meer. Erste Erkenntnisse bestätigen die gesundheitsfördernde Wirkung von Fisch und Meeresfrüchten.

Nach dem Auftakt des für drei Jahre anberaumten Projektes SEAFOODTOMORROW im Sommer (mehr dazu hier) gibt es nun erste Erkenntnisse. Die ForscherInnen, die im Konsortium von SEAFOODTOMORROW eingebunden sind, konnten bestätigen, dass die besonderen Ernährungseigenschaften von Meeresfrüchten zu einer gesundheitsfördernden Ernährung der Bevölkerung in Europa einen wesentlichen Beitrag leisten können.

Die Studie (1) beschäftigte sich mit der Frage, wie ein einfaches Kennzeichnungssystem KonsumentInnen dabei unterstützen kann, gesundheitsbewusste Essgewohnheiten zu entwickeln. Es kam eine neu überarbeitete Berechnungsmethode zur Anwendung, um die Lebensmittelauswahl von beinahe 500.000 EuropäerInnen zu analysieren, die an der EPIC (2) Kohorten-Studie teilgenommen hatten.

Lebensmittel bekamen einen Wert zugewiesen, der sich aus ihrem Nährstoffgehalt errechnete. Betrachtet wurde die Zusammensetzung hinsichtlich der Parameter Brennwert, gesättigte Fettsäuren, Zucker, Natrium, Ballaststoffe, Eiweiß und Gehalt an Obst/Gemüse/Hülsenfrüchten/Nüssen. Je niedriger der errechnete Wert ausfällt, desto zuträglicher für das Wohlbefinden ist das Lebensmittel einzustufen. Dementsprechend weisen Gemüse, Obst, Fisch und mageres Fleisch einen niedrigen Zahlenwert auf.

Die Auswertung der von den TeilnehmerInnen geführten Ernährungs-Tagebücher ergab einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von Lebensmitteln mit einem hohem Berechnungswert (also geringerer Nährstoffqualität) und dem Auftreten von Krebserkrankungen. In einem nächsten Schritt werden nun weitere Überlegungen angestellt, um daraus eine leicht verständliche Information für KonsumentInnen zu generieren und eine gesundheitsfördernde Ernährung zu begünstigen.

  1. Deschasaux M, Huybrechts I, Murphy N, Julia C, Hercberg S, Srour B, et al. (2018) Nutritional quality of food as represented by the FSAm-NPS nutrient profiling system underlying the Nutri-Score label and cancer risk in Europe: Results from the EPIC prospective cohort study. PLoS Med 15(9): e1002651. doi.org/10.1371/journal.pmed.1002651

  2. Riboli E, Kaaks R. The EPIC Project: rationale and study design. European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition. Int J Epidemiol. 1997;26 Suppl 1:S6–14.


Über das Projekt

Das dreijährige Projekt SEAFOODTOMORROW wird von IPMA (Institutio Português do Mar e da Atmosfera, Lissabon) koordiniert und vereint 35 Partner aus ganz Europa.
Aktuelle Nachrichten über SEAFOODTOMORROW finden Sie auf Twitter (@SEAFOOD_TMRW) und auf der Projektwebsite https://www.aquatt.ie/horizon-2020/228-projects/horizon-2020/1823-seafoodtomorrow .

Das Projekt SEAFOODTOMORROW hat durch das EU-Programm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ Förderungen unter Fördervertrag Nr. 773400 erhalten.

Kontakt für Anfragen:
Julian Drausinger julian.drausinger@lva.at und Christine Grabler christine.grabler@lva.at

Quelle: ACR Newsletter

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