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Rochen könnten eine unerwartete Alternative darstellen © APA (dpa)
Rochen könnten eine unerwartete Alternative darstellen © APA (dpa)

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Fischallergiker können manche Arten doch gefahrlos essen

30.11.2018

Laut einer Forschergruppe der Medizinischen Universität Wien können Fischallergiker manche Arten doch gefahrlos essen. Das Protein Parvalbumin, das die Allergie üblicherweise auslöst, ist in Knorpelfischen viel weniger allergen als in Knochenfischen. Zehn von elf Testpersonen konnten den Nagelrochen ohne jegliche negative Reaktion verzehren, hieß es in einer Aussendung.

Die Wissenschafter unter der Leitung von Heimo Breiteneder und Tanja Kalic vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung konnte zeigen, dass Parvalbumin im Fleisch von Knorpelfischen - verschiedene Gattungen von Haien und Rochen - allergen viel weniger wirksam ist als jenes in den viel öfter verzehrten Knochenfischen. "Daher, und unter der Voraussetzung, dass Allergiker vorab einen entsprechenden Allergiespezialisten konsultieren und auf eine mögliche Toleranz des Nagelrochens getestet werden, ergibt sich möglicherweise eine unerwartete Alternative für Menschen, die trotzdem Fisch essen möchten", so Breiteneder.

Diese Rochen sind weit verbreitet - vom Ostatlantik über Norwegen, die Nordsee bis Namibia - und werden als Speisefisch und Delikatesse derzeit neu entdeckt. Kulinarisch werden die flügelartigen Brustflossen als Filet verwendet.

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