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Gesundheit beginnt auf dem Teller: Annemarie Grindel und Karl-Heinz Wagner beschäftigen sich mit dem Präventionspotenzial von Ernährung © Universität Wien
Gesundheit beginnt auf dem Teller: Annemarie Grindel und Karl-Heinz Wagner beschäftigen sich mit dem Präventionspotenzial von Ernährung © Universität Wien

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Gesunde Lebensweise wichtiger als "gute Gene"?

12.04.2017

Was bei ErnährungswissenschafterInnen im Einkaufswagen landet, wie die richtige Lebensweise vor Krankheiten schützt und warum ein erhöhter Bilirubinspiegel ein "Gendefekt mit positiven Nebenwirkungen" ist, erzählen Karl-Heinz Wagner und Annemarie Grindel im Interview zur aktuellen Semesterfrage.

Maximal zwei- bis dreimal pro Woche Wurst und Fleisch, einmal pro Woche Fisch, Getreide und Hülsenfrüchte mehrmals täglich, fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag - bestenfalls in den Farben des Regenbogens, um alle nötigen Nährstoffe abzudecken: So lautet die Empfehlung der ErnährungswissenschafterInnen Annemarie Grindel und Karl-Heinz Wagner für einen gesunden Lebensstil.

In ihrer aktuellen Forschung beschäftigen sich die beiden WissenschafterInnen unter anderem mit dem Präventionspotenzial von Ernährung, im Speziellen für Typ-2-Diabetes, unter dem aktuell rund acht Prozent der österreichischen Bevölkerung leiden. "Diabetes entsteht nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich über Jahre. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich viele Menschen in der Vorstufe zur Diabetes befinden. Da kann über Ernährungsumstellung und Sport noch das Ruder herumgerissen werden", erklärt Grindel.

Durch eine solche Umstellung lassen sich aber auch andere potenzielle Krankheiten abwenden. So konnten die ForscherInnen etwa auch die Risikoscores für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bzw. die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt durch eine gezielte Ernährungsintervention senken. Der Schlüssel zu einem gesunden Leben liegt also auch an einer gesunden Lebensweise: "Menschen können genetisch sehr gut ausgestattet sein, aber wenn sie ihr Leben lang KettenraucherInnen waren, wird das auch nicht helfen. Der Phänotyp, also wie wir leben, uns ernähren und bewegen, ist wichtiger als der Genotyp, d.h. die genetische Prädisposition", so Wagner.

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