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180 Teilnehmer aus dem In- und Ausland © APA (AFP)
180 Teilnehmer aus dem In- und Ausland © APA (AFP)

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"Health Tech Hub Styria": Start-ups "pitchen und partnern" in Graz

09.01.2019

Humantechnologie hat sich zu einem wichtigen Stärkefeld der steirischen Wirtschaft entwickelt. Am Med-Campus Graz werden am 15. Jänner rund 50 Start-ups aus Österreich wie auch u.a. aus Israel mit möglichen Partnern aus der Forschung und Investoren zusammentreffen. Der erste Schritt auf dem Weg zu einem "Health Tech Hub Styria", schilderte Co-Organisator Lars-Peter Kamolz der APA.

Biosensorik, medizinischer 3D-Druck, Entwicklung von Gesundheits-Apps, Biomarkerforschung für die Therapeutikaentwicklung, Prozessoptimierung in der Pharmazie: Das sind einige der Schwerpunkte, mit denen sich die rund 100 steirischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen aus dem Life-Science-Bereich beschäftigen. "Die Steiermark und speziell Graz mit den Unis, der perfekten Infrastruktur für Forschung und einem guten Netzwerk an Akteuren, die miteinander reden und wirklich zusammenarbeiten, wird für viele Player aus der Branche interessant. Doch bisher haben wir unser Licht ein bisschen zu sehr unter den Scheffel gestellt", schätzte der Initiator des "HTH Styria Pitch & Partner 2019"-Events die steirische Situation ein.

Kamolz, der Spezialist für Brandverletzungen und Plastische Chirurgie am Grazer Unikinikum, organisiert mit der steirischen Wirtschaftsförderung, dem "Human.technology Styria"-Cluster, der Joanneum Research und dem Science Park Graz die Veranstaltung, die am 15. Jänner am Med-Campus Graz mit rund 180 Teilnehmern aus dem In- und Ausland stattfinden wird. Mit der Med-Uni Graz bilden sie das Kernteam des "Health Tech Hub Styria" (HTH) und den institutionellen Hintergrund der eintägigen Kooperationsbörse. "Start-ups sollen die Gelegenheit haben, sich vorzustellen, über ihre jeweiligen Stärken und auch Bedürfnisse zueinander finden und sich auch vor möglichen Investoren präsentieren können", schilderte der Mediziner die Idee dahinter.

Blutzucker-Management und Atemgasanalyse

So wird u.a. das in der Steiermark entwickelte "GlucoTab", ein softwarebasiertes System zur Verbesserung des Blutzucker-Managements von Krankenhauspatienten mit Typ 2 Diabetes, vorgestellt. Es besteht aus einem mobilen Tablet, das direkt am Krankenbett genutzt wird und einem zentralen Server als Benutzerschnittstelle. Die ebenfalls in Graz im Jahr 2014 gegründete Carbomed Medical Solutions GmbH beschäftigt sich mit der Atemgasanalyse für diagnostische Zwecke. Jüngste Entwicklung ist ein Fruchtbarkeitstest über die Atemluft.

"Das Interesse an der Veranstaltung ist enorm. Insgesamt halten wir bei 181 Teilnehmer, darunter auch Vertreter von Universitäten und Forschungsinstitutionen, Unternehmen aber auch Investoren und anderen Interessierten aus dem Life-Science-Bereich", führte Kamolz an. Das Event habe auch Interessenten aus Deutschland, Tschechien und der Schweiz angezogen. Aus Israel werden sechs Start-ups, teils im Schlepptau des Biotech-Accelerators Shizim XL aus der zentralisraelischen Stadt Rosh Ha-Ayin, erwartet. Mit Yigal Erlich sei auch einer der Gründerväter der israelischen Start-up-Szene als Redner eingeladen.

Gesamtumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro

Die Gesundheits- und Humantechnologie ist eines von drei Hauptthemen, auf die sich die steirische Wirtschaftspolitik konzentriert. Laut dem Humantechnologie-Cluster hat die steirische MedTech-, Pharma- und Biotech-Branche im Jahr 2018 einen Gesamtumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Mit 89 Unternehmen und mehr als 4.800 Beschäftigten liegt das Bundesland zahlenmäßig an dritter Stelle hinter Wien und Niederösterreich. Mit 18 Prozent Zuwachs in den vergangenen drei Jahren sei in der Grünen Mark jedoch die Zahl der HealthTech-Unternehmen am stärksten gestiegen.

Service: Details zum "HTH Styria Pitch & Partner 2019" unter https://hth-styria.com/ und https://www.humantechnology.at/. 15. Jänner 2019 ganztägig im Med-Campus Graz, Neue Stiftingtalstraße 6, 8010 Graz

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