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Dank neuer Medikamente und besserer Behandlung anderer Infektionen © APA (Hochmuth)
Dank neuer Medikamente und besserer Behandlung anderer Infektionen © APA (Hochmuth)

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Junge HIV-Patienten leben fast genauso lange wie Gesunde

11.05.2017

Dank moderner Medikamente haben HIV-Patienten einer Studie zufolge inzwischen eine fast ebenso hohe Lebenserwartung wie gesunde Menschen. So kann ein 20-Jähriger, der nach 2008 mit einer HIV-Behandlung begonnen hat, statistisch gesehen 78 Jahre alt werden. Das geht aus einer Studie in der Fachzeitschrift "The Lancet HIV" hervor.

Insgesamt verlängerte sich die Lebensspanne der nach 2008 behandelten Aids-Kranken demnach um zehn Jahre. An der Immunschwächekrankheit leidende Menschen, die ihre Behandlung zu diesem Zeitpunkt oder später begonnen haben, leben der Studie zufolge länger und gesünder. Dies liegt zum einen daran, dass moderne Medikamente weniger Nebenwirkungen haben, zum anderen daran, dass es heute mehr Behandlungsmöglichkeiten für HIV-Infizierte mit Resistenzen gibt. Zudem könnten parallel auftretende Probleme wie Herzkrankheiten, Hepatitis C und Krebs besser behandelt werden.

Für die Studie werteten die Forscher der britischen Universität Bristol Daten von mehr als 80.000 HIV-Patienten aus Europa und den USA aus. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse seien wichtig, um Risikopersonen zu Aids-Tests zu ermutigen, so die Wissenschafter. Infizierte könnten zudem besser überzeugt werden, sofort eine antiretrovirale Therapie zu beginnen. Auch könne die gestiegene Lebenserwartung dazu beitragen, dass HIV-Kranke weniger stigmatisiert würden und bessere Jobchancen hätten, hieß es in der Studie.

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