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Mit "Science Fiction" gegen aggressive Leukämie

11.07.2017

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat eine neue Therapie des Pharmaunternehmens Pfizer zur Behandlung einer speziellen Form der Leukämie zugelassen. Das Medikament kann bei erwachsenen Patienten eingesetzt werden, die an akuter lymphatischer Leukämie (ALL) leiden - eine seltene aber hoch aggressive Form von Blutkrebs. Für Betroffene kann diese Therapie die Brücke zur lebensrettenden Stammzelltransplantation bilden.

"Die akute lymphatische Leukämie ist eine schnell voranschreitende und lebensbedrohliche Krankheit. Die Prognose für Patienten ist leider auch heute oft noch schlecht und der Bedarf an neuen Therapien entsprechend hoch", erklärt Dr. Tobias Eichhorn, Bereichsleiter Onkologie bei Pfizer Österreich. Studien unterstreichen den medizinischen Bedarf: Mit den aktuell verfügbaren Therapien lebt heute nur einer von 10 Patienten noch 5 Jahre nach der Diagnose. [1,2] Um die Situation für Patienten zu verbessern, wird intensiv an neuen Behandlungen geforscht.

Ein neues Medikament des Pharmaunternehmens Pfizer wurde nun von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in der Europäischen Union zugelassen. Es basiert auf einem innovativen Wirkansatz, der Krebszellen gezielt den Kampf ansagt. Das Arzneimittel kann Krebszellen aufspüren, mittels "Adapter" an einen Rezeptor (CD22) der Krebszelle andocken und in sie eindringen. Im Inneren der Zelle macht es den Zellkern ausfindig, setzt dort ein Toxin frei und zerstört damit die Krebszelle. "Wenngleich dieser Wirkmechanismus nach Science Fiction klingt, ist es ein Science Fact, der nun - so hoffen wir - auch für Patienten in Österreich Fortschritte bringt", gibt Eichhorn einen hoffnungsvollen Ausblick.

Dr. Sylvia Nanz, Medizinische Direktorin von Pfizer Österreich, ergänzt: "Die neue Leukämie-Therapie wird als sogenannte 'bridging therapy' gesehen. Das heißt, Ziel ist es, Patienten mit dem Medikament so weit zu stabilisieren, dass sie für eine Stammzelltransplantation infrage kommen. Denn diese Transplantation kann für Patienten mit akuter lymphatischer Leukämie eine Chance auf Heilung vom Blutkrebs sein."

Der Wirkstoff von Pfizer wurde im Oktober 2015 von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) als sogenannte "breakthrough therapy" für vielversprechende Therapien ausgezeichnet (breakthrough therapy designation). Seit Juli 2017 steht das Medikament nun auch Patienten in Österreich zur Verfügung. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.pfizer.com/news.

Über akute lymphatische Leukämie

Die aktue lymphatische Leukämie (ALL) ist eine seltene, aber sehr aggressive Krebsform, die das Blut und Knochenmark betrifft. Sie entsteht aufgrund einer Überproduktion unreifer weißer Blutzellen. In Europa erhalten jährlich ca. 7.000 bis 8.000 Patienten die Diagnose akute lymphatische Leukämie (ALL).[3,4] In Österreich geht man von rund 100 Patienten aus.[5] Rund 20 % der Leukämie-Fälle im Erwachsenenalter entfallen auf ALL.[1]

Allgemein unterscheidet man bei Leukämien akute und chronische Formen sowie lymphatische und myeloische Formen. Ersteres beschreibt die Verlaufsform der Erkrankung - vereinfacht gesagt schnell oder langsam fortschreitend - zweiteres welche Zellen betroffen sind. Demnach gibt es die vier Formen akute lymphatische Leukämie (ALL), aktue myeloische Leukämie (AML), chronische lymphatische Leukämie (CLL) und chronische myeloische Leukämie (CML).

Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt

Wenn Menschen krank werden, kann sich vieles für sie verändern - ein oft schwieriger Weg beginnt. Bei Pfizer arbeiten rund 97.000 Mitarbeiter weltweit daran, Patienten auf diesem Weg zu unterstützen. Sie erforschen, entwickeln und vertreiben moderne Arzneimittel und Impfstoffe zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten wie Krebs, Rheuma oder Schmerz. Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 52,8 Milliarden US-Dollar. In Österreich beschäftigt Pfizer derzeit rund 520 Mitarbeiter an zwei Standorten: Dem Vertriebsstandort in Wien und dem Produktionsstandort für Impfstoffe in Orth an der Donau. Um mehr über Pfizer zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at.

Pfizer Corporation Austria Pressekontakt

Natalie Kager, MA 
External Communications Manager 
Pfizer Corporation Austria Gesellschaft m.b.H. 
Tel.: 0043 1 521 15 854 
Mobil: 0043 676 892 96 854 
Mail: natalie.kager@pfizer.com 
Internet: www.pfizer.at 
Twitter: www.twitter.com/pfizeraustria

Quellen

[1] Ronson A, Tvito A, Rowe JM. Curr Oncol Rep. 2016;18-39. [2] Fielding AK et al. Blood. 2007; 109:944-50 [3] Orphan Europe [4] Gatta, G. et al. Rare cancers are not so rare: the rare cancer burden in Europe. Eur J Cancer. 2011; 47: 2493-2511. [5] Statistik Austria; Kantar Health, ALL incidence across EU5 (Inzidenz ALL 1.27 pro 100.000 Einwohner)

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