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Langjährige Expertise mehrerer Arbeitsgruppen wird vereint © Med Uni Graz
Langjährige Expertise mehrerer Arbeitsgruppen wird vereint © Med Uni Graz

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Neues Zentrum für Stoffwechselforschung wird in Graz eröffnet

04.10.2018

An der Med-Uni Graz wird am 5. Oktober der Startschuss für das Zentrum für Integrative Stoffwechselforschung gegeben. Experten der Universität Graz, der TU Graz und der Med-Uni forschen im Rahmen des Forschungsverbundes BioTechMed an der Entschlüsselung der molekularen Grundlagen des Stoffwechsels. Neueste Kernspinresonanz-Infrastruktur soll dabei helfen.

Sogenannte Volkskrankheiten wie Diabetes, Krebs, Alzheimer sind eine große Bürde für jeden Betroffenen, das Gesundheitssystem und stellen eine immense Herausforderung für die biomedizinische Forschung dar. Voraussetzung für die Entwicklung neuer Medikamente und Therapieformen sei ein tief gehendes Verständnis über die molekularen Ursachen von Krankheiten. Tobias Madl ist der Leiter des am Campus der Grazer Med-Uni angesiedelten neuen Forschungszentrums für Integrative Stoffwechselforschung (Integrative Metabolism Research Center, iMRC).

In Graz will man bisher unerreichte Einblicke auf das Zusammenspiel und Folgen des Stoffwechsels werfen und etablierte und komplementäre Forschungsschwerpunkte auf dem Gebiet des Metabolismus in einem integrativen Ansatz verknüpfen. Das Zentrum vereint nunmehr die langjährige Expertise mehrerer Arbeitsgruppen, die u.a. Signalwege des Energie und Fettstoffwechsels oder fettstoffwechselassoziierte Erkrankungen erforschen, hielt Madl. "Es besteht innerhalb der drei Grazer BioTechMed-Universitäten bereits eine langjährige wissenschaftliche Zusammenarbeit, die nun am neuen Zentrum für Integrative Stoffwechselforschung durch die zur Verfügung stehende Forschungsinfrastruktur auf ein völlig neues Level gehoben wird", zeigte sich der Strukturbiologe erfreut.

Integrativer Ansatz

Die Anschaffung neuester Kernspinresonanz-Infrastruktur erleichtere es den Forschungsgruppen, auf dem Gebiet der Stoffwechselforschung in einem integrativen Ansatz zu arbeiten. Um die molekularen Grundlagen von Krankheiten zu entschlüsseln, nehmen die Forscher damit den chemischen "Fingerabdruck", den Stoffwechselprozesse hinterlassen, unter die Lupe.

Aus der Analyse der Summe der chemischen Fingerabdrücke mittels Kernspinresonanz-Spektroskopie will man auf "charakteristische Muster" stoßen. Diese dienen in weiterer Folge dazu, Veränderungen von Stoffwechselprodukten zu erkennen bzw. Vorhersagen für den Verlauf und die Behandlung von Krankheiten treffen zu können. "Die Herausforderung liegt für die Wissenschaft darin, eine Vielzahl von Stoffwechselprodukten gleichzeitig quantitativ in einer komplexen Mischung zu erfassen", beschrieb Madl.

Grundsätzlich nimmt die magnetische Kernspinresonanz-Spektroskopie eine Schlüsselrolle in der biomedizinischen Forschung ein. Sie ist laut Med-Uni Graz die einzige Methode, die nicht auf eine Trennung der Stoffwechselprodukte angewiesen ist. Die Probe kann somit für weitere Analysen erhalten werden. Mit ihr können alle Arten von Stoffwechselprodukten in nahezu physiologischer Umgebung quantitativ erfasst werden. Zudem sei die Spektroskopie unübertroffen was die analytische Reproduzierbarkeit und Einfachheit der Probenvorbereitung angeht.

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