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Awareness für das Thema Nachsorge soll geschaffen werden © APA (dpa)
Awareness für das Thema Nachsorge soll geschaffen werden © APA (dpa)

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Online-Kongress für Brustkrebs-Nachsorge

15.05.2018

Brustkrebs gehört noch immer zu den häufigsten Krebserkrankungen. Pro Jahr wird in Österreich bei rund 5.000 Frauen diese Diagnose gestellt. Etwa 74.000 Patientinnen leben mit dieser Erkrankung. Beim "Surviva"-Online-Kongress (22. bis 30. Mai 2018, Anmeldeschluss 20. Mai) erhalten Betroffene kostenfrei seriöse Informationen.

Österreichische Experten aus Onkologie, Chirurgie, Rehabilitation, Ernährung und Strahlentherapie stellen die wichtigsten Informationen zum State of the Art in der Brustkrebsnachsorge in etwa 20-minütigen Vorträgen und Interviews zur Verfügung. Das Programm ist bereits verfügbar, die Videos werden ab 22. Mai online unter www.surviva.eu kostenfrei abrufbar sein. Alle zwei Tage kommen neue Videos zu bestimmten Themenbereichen hinzu, insgesamt kann man sich die kurzen Filme bis 30. Mai ansehen, hieß es jetzt in einer Aussendung.

Betroffene im Vorfeld um Feedback gebeten

Um Betroffenen objektive Hilfestellungen zu geben und seriöse Empfehlungen von namhaften Experten an eine große Öffentlichkeit weiterzuleiten, hat Michaela Steinhart, selbst Brustkrebspatientin, diesen "Surviva"-Brustkrebs-Nachsorge-Kongress ins Leben gerufen. Im Vorfeld wurden Betroffene um Feedback und ihnen wichtige Themen gebeten, um das Programm mit den entsprechenden Fachleuten darauf abzustimmen. Die Online-Präsentation soll eine möglichst hohe Beteiligung ohne Notwendigkeit von Fahrt und Reise sicherstellen. Die einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang über Smartphone oder Computer und eine Registrierung.

"Die Diagnose Brustkrebs trifft einen immer unvermittelt, mitten im Leben. Ist die Therapie dann vorbei und man im Idealfall als geheilt entlassen, steht man plötzlich wieder alleine da, obwohl einen die Erkrankung immer begleitet", begründete Michaela Steinhart, gebürtige Salzburgerin, ihre Idee für einen eigenen Online-Nachsorge-Kongress in einer Aussendung. Zu den Fachleuten gehören der Chef der Chirurgischen Universitätsklinik in Wien, Michael Gnant, der Wiener Onkologe Günther Steger (MedUni Wien/AKH), Gynäkologie Christian Singer (MedUni Wien/AKH), der Chef der Universitätsklinik für Physikalische Medizin in Wien (AKH) Richard Crevenna und Thomas Helbich (Radiologie/MedUni Wien/AKH).

"Es ist mir wichtig, Awareness (Bewusstsein; Anm.) für das Thema Nachsorge zu schaffen. Jede und jeder Betroffene soll Zugang zu diesen Informationen bequem von zu Hause aus haben. Das Interesse ist groß, auch über die Landesgrenzen hinaus melden sich Betroffene an", wurde Michaela Steinhart zitiert. "So ein Online-Kongress für Nachsorge findet zum ersten Mal überhaupt statt, ich würde mich sehr freuen, wenn es gelingt, dass wir diesen Service künftig regelmäßig für Patienten anbieten könnten."

Service: Programm/Anmeldung unter www.surviva.eu

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