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Resistenzmechanismus gegen manche Krebsmedikamente geklärt

30.07.2018

Eine internationale Forschungsgruppe mit Schweizer Beteiligung hat verschiedene Mechanismen der Krebstherapieresistenz entschlüsselt. Es geht dabei vor allem um die Unempfindlichkeit von Tumoren gegen sogenannte Parp-Inhibitoren.

Diese Arzneimittel kommen vor allem bei Eierstock- und Brustkrebs auf der Basis von Mutationen in den BRCA1- oder BRCA2-Genen zum Einsatz. Doch auch dagegen werden manche bösartige Zellen resistent. Ein Forschungsteam unter Co-Leitung der Universität Bern und des Niederländischen Krebsforschungszentrums (NKI) hat unter Mitarbeit britischer, dänischer, kanadischer und schwedischer Wissenschafter drei verschiedene Resistenzmechanismen gegen diese Parp-Inhibitoren identifiziert.

Dafür untersuchten die Forscher mithilfe der sogenannten "Genschere" CRISPR-Cas9, welche Gene die Zellreparatur im Zusammenhang mit der Krebsbehandlung steuern. Dafür schalteten sie gewisse Gene zielgerichtet ab. Sie veränderten Millionen von BRCA-mutierten Krebszellen genetisch. Nachdem diese Zellen dann mit Parp-Inhibitoren behandelt wurden, blieben jene übrig, die aufgrund bestimmter genetischer Veränderungen resistent wurden und die Behandlung überlebten. Daraus lässt sich auf die beteiligten Mechanismen rückschließen. Über ihre Befunde berichteten die Forschenden jetzt in den Fachzeitschriften "Cancer Cell", "Cell Reports" und "Nature".

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