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Wissen über Behandlung seltener Erkrankungen wird EU-weit vernetzt

10.10.2017

Spezialwissen über die Behandlung sogenannter seltener Erkrankungen soll für Ärzte EU-weit auf kurzem Weg zugänglich werden. Die EU-Kommission hat zu diesem Zweck 24 themenbezogene Netzwerke ins Leben gerufen. Jenes zu pädiatrischer Onkologie wird von der St. Anna Kinderkrebsforschung in Wien koordiniert.

Die Forschungseinrichtung bzw. das St. Anna Kinderspital gehören zu den europaweit führenden Institutionen bei der Behandlung von Krebs im Kindesalter. In Österreich erkranken pro Jahr ungefähr 250 Buben und Mädchen am Krebs, die Heilungsrate liegt bei 80 Prozent.

"Wir wissen aus Statistiken, dass Kinder in Osteuropa um 20 Prozent weniger Überlebenschance haben", sagte die Ruth Ladenstein von der St. Anna Kinderkrebsforschung, die das Europäischen Referenznetzwerk (ERN) für Krebs im Kindesalter koordiniert. Diese Benachteiligung soll durch den Austausch von Top-Wissen verringert werden.

Das Netzwerk mit EU-weit 57 Spitälern wird voraussichtlich in diesem Monat seine Arbeit aufnehmen. Behandler können in einem speziell geschützten IT-System ihre Fragen zu konkreten Fällen stellen und bekommen die jeweiligen Spezialisten genannt und/oder Empfehlungen zur Therapie. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, Fälle in Tumorboards zu besprechen. Dabei beraten sich Spezialisten in einer Art Telefonkonferenz.

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