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Zahl der Hitzetage wird sich in Regionen Österreichs bis 2050 verdoppeln © APA (dpa)
Zahl der Hitzetage wird sich in Regionen Österreichs bis 2050 verdoppeln © APA (dpa)

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Bericht warnt vor gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels

13.09.2018

Der Rekordhitze-Sommer 2018 hat einmal mehr bewiesen, dass der Klimawandel bereits deutlich spürbar ist. Wie der am Donnerstag präsentierte "Sachstandbericht zum Thema Gesundheit, Demografie und Klimawandel" zeigt, hat der Anstieg der Temperaturen auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Österreicher. "Nun brauchen wir konkrete Lösungen", sagte Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP).

An dem Sachstandbericht haben mehr als 60 österreichische Forscher aus den Bereichen Medizin, Klima und Demografie mitgearbeitet. "Es ist der erste Sachstandsbericht, der systemübergreifende Fakten in dieser Qualität und Tiefe liefert", unterstrich Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, bei einer Pressekonferenz in Wien. Konzentriert haben sich die Wissenschafter auf die Bereiche Hitze, Allergien, Extremwetterereignisse und neue invasive Insektenarten.

Hitzetage, Pollenbelastung, Trockenheit und Stürme

Die Erkenntnisse sind alarmierend: Laut dem Bericht wird sich die Zahl der Hitzetage (mit Temperaturen mit mindestens 30 Grad, Anm.) in Regionen Österreichs bis Mitte des Jahrhunderts auf bis zu mehr als 50 verdoppeln - gleichzeitig wird die Bevölkerung einen zehn Prozent höheren Anteil von über 65-Jährigen aufweisen. Auch die Zahl der Tropennächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad absinken, wird stark zunehmen. Dies wird vor allem in dicht bebauten Gebieten in Ballungszentren zu gesundheitlichen Problemen führen. Gefährlich sind auch eine starke Pollenbelastung und die Verbreitung von tropischen Mücken. Damit nicht genug: Der Klimawandel geht auch mit extremen Niederschlägen, länger andauernder Trockenheit und heftigen Stürmen einher.

"Sobald wir die Auswirkungen des Klimawandels auf alle unsere Lebensbereiche erkennen, kann es gelingen, passende Maßnahmen sowohl auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene zu identifizieren", sagte der zentrale Autor des Berichts, Willi Haas von der Universität von Bodenkultur. Neben politischen Maßnahmen sollte auch die klimaspezifische Gesundheitskompetenz der Bevölkerung gestärkt werden.

Beim Klimaschutz braucht es aber vor allem internationale Lösungen, unterstrich Köstinger. Österreich hält dabei an den Klima-Zielen von Paris und an der Klima- und Energiestrategie #mission2030 fest. Dabei sollen bis 2030 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Beim Gesamtenergiebedarf soll der Anteil von erneuerbaren Trägern von derzeit 35 auf 45 bis 50 Prozent ansteigen.

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