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EU Projekt ist mit 1,5 Millionen Euro gefördert © smart-fi.eu
EU Projekt ist mit 1,5 Millionen Euro gefördert © smart-fi.eu

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Die intelligente und lebenswerte Stadt à la SMART-FI

15.12.2016

Heutzutage leben 54% der Weltbevölkerung in Städten. Es wird erwartet, dass diese Zahl bis 2050 auf 66% ansteigt. Städte weltweit stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Prozesse, Infrastruktur und Einrichtungen, beispielsweise Transport- und Energie-Verwaltung, immer weiter optimieren zu müssen, um die Städte der Zukunft "intelligenter" und lebenswerter zu machen.

SMART-FI ist ein mit 1,5 Millionen Euro gefördertes EU Projekt mit dem Ziel, eine Smart City Plattform zur entwickeln und soll damit die Grundlage zur Realisierung zukünftiger Smart Cities darstellen. Ziel der Plattform ist es, die Interaktion zwischen Menschen und intelligenten Geräten zu ermöglichen. Speziell das Sammeln, Verbreiten und Verarbeiten von Daten, die durch solche Geräte zur Verfügung gestellt werden, soll erleichtert werden. Um dies zu erreichen, ist SMART-FI bestrebt, das Sammeln von Daten verschiedenster Quellen - u.a. von Sensoren, mobilen Endgeräten und öffentlichen Diensten - zu ermöglichen. Weiters wird es die Plattform ermöglichen, Daten, die über verschiedene Netzwerke und Protokolle bezogen werden, zu vereinheitlichen und weiterzureichen. Letztlich soll das erleichtern, neue Dienste, wie beispielsweise Dienste für Vorhersagen und Empfehlungen, zu entwickeln, zu verteilen und zu organisieren. Dies wird es erlauben, die Daten der Stadt zu transformieren und sie als innovative und revolutionäre Bausteine für Smart Cities der Zukunft zu Verfügung zu stellen.

Die Distributed Systems Group (DSG) der TU Wien ist einer der technischen/wissenschaftlichen Hauptpartner in diesem Projekt und mit der Leitung des Kern Work Package beauftragt, welches sich mit Forschung und Innovation befasst. Das DSG spielt dabei eine entscheidende Rolle in der Entwicklung von Designmethodologien und Modellen zur Implementierung von vereinheitlichten Smart-City-Daten-Analyse-Funktionen so wie bei der Entwicklung von Laufzeitmodellen für die Integration, Verteilung und für den Betrieb von den Smart City Services. Diese Modelle erlauben die Entwicklung und das Management von "Micro Data Analytic Services", welche einen der Hauptbausteine für die SMART-FI Plattform und das Fundament für ein nachhaltiges Smart-City-Ökosystem darstellen werden. Diese umfangreiche Sammlung an Werkzeugen, die das DSG zusammen mit seinen Partnern baut, beruht auf modernsten Datenverarbeitungsarchitekturen und Technologien, wie zum Beispiel Lambda-Architekturen, Microservices und Reactive Datastreams. Das Hauptziel hier ist einige der größten Herausforderungen in der Datenanalyse von Smart Cities zu adressieren. Dazu gehören dynamische und nach Bedarf zu Verfügung stehende Steuerungen und elastisches Management von Ressourcen, Qualität und Kosten dieser Micro Data Analytic Services. Die Lösungen, die durch die SMART-FI Plattform zur Verfügung gestellt werden, sollen signifikanten Einfluss auf die Verwaltung und Optimierung der wichtigsten Aspekte von zukünftigen Smart Cities, wie zum Beispiel Transport, Energiehaushalt und öffentliche Dienste, nehmen.

Um die praktische Realisierbarkeit und Vorteile dieser Lösungen den involvierten Interessensvertretern wie beispielsweise Bewohnern und Repräsentanten der Stadt oder Regierungsinstitutionen zu demonstrieren, wird SMART-FI in den Städten Malaga (Spanien), Karlshamm (Schweden) und Malatya (Türkei) eingesetzt werden. Lösungen den Energiehaushalt betreffend sollen helfen, existierende Modelle zu optimieren und deren Betrieb zu erleichtern. Weiters soll es die Entwicklung neuer komplexer Modelle für die Zukunft erleichtern. So wird SMART-FI Daten zum Energieverbrauch eines Gebäudes analysieren und unter Zuhilfenahme von historischen Verbrauchsmustern in der Lage sein, Verbrauchsspitzen vorherzusagen, um so Energieproduktion, -transport und -verteilung zu unterstützen. Die Lösung mit Fokus auf Transport soll Bewohnern und Stadtplanern helfen, in dem sie die Entwicklung neuer Smart City Dienste für Echtzeit-Verkehrsempfehlungen unterstützt. Um das zu erreichen, wird die SMART-FI Plattform es erlauben, Verkehrsdaten in Echtzeit zu sammeln und zu analysieren. Dadurch werden Entwickler bei der Erstellung genaueren Empfehlungen für Verkehrsmuster, die in der unmittelbaren oder nahen Zukunft liegen, unterstützt.

Die SMART-FI Arbeitsgruppe besteht aus ATOS Spain SA, NetPort Science Park, SAMPAS Bilisim ve Iletisim Sistemleri AS, Technische Universität Wien, University of Málaga. Unterstützt wird das Projekt von den Gemeinden Málaga, Karlshamn und Malatya (SMART-FI Pilotstädte).

Das Projekt wird von der ERA-Net Urban Europe Joint Programming Initiative mit Unterstützung der Finanzierungsagenturen in den entsprechenden Ländern finanziert: FFG (Österreich), CDTI (Spanien), Tübitak (Türkei) und Energimyndigheten (Schweden).

Für weitere Fragen bezüglich der Rolle des DSG im SMART-FI Projekt wenden Sie sich bitte an die Projektverantwortlichen der TU Wien: Prof. Schahram Dustdar (dustdar@dsg.tuwien.ac.at) und Dr. Stefan Nastic (nastic@dsg.tuwien.ac.at) oder besuchen Sie die SMART-FI Homepage (smart-fi.eu).

Quelle: TU Wien

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