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Die richtige Ernährung für Mykorrhiza-Pilze

12.05.2017

Evologic Technologies erhielt den scienc2business Award: Das SpinOff entwickelt an der TU Wien einen Bioprozess für die Herstellung von Mykorrhiza für die Landwirtschaft.

Sie führen ein unspektakuläres Leben im Boden, aber für das Pflanzenwachstum spielen sie eine wichtige Rolle: Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze (AMF) gehen eine Symbiose mit vielen verschiedenen Pflanzen ein. Sie können unter anderem bei der Düngemittelaufnahme helfen und die Wasserspeicherkapazität des Bodens erhöhen - so führen sie zu einer Steigerung der Ressourceneffizienz in der Landwirtschaft.

Evologic Technologies, ein Spin-off Unternehmen der TU Wien, entwickelt und testet nun einen industriell skalierbaren Bioprozess zur Herstellung von arbuskulären Mykorrhiza-Pilzen. Dafür wurde das Evologic Technologies nun mit dem science2business-Award von life science Austria ausgezeichnet. Maßgeblich gefördert und begleitet wurde das SpinOff vom Innovation Incubation Center (i2c) der TU Wien.

"Ernährungsberatung" für industrielle Bioprozesse

Das Team von Evologic Technologies hat sich in vergangenen Forschungsprojekten bereits mit der Frage beschäftigt, wie man die Produktivität von Bakterien erhöhen kann, indem man sie mit exakt den richtigen Näherstoffen versorgt. Als "Ernährungsberater" für Mikroben möchte das Evologic-Team nun das dabei erworbene Wissen auf die Produktion von Mykorrhiza übertragen.

"Unsere Kernkompetenz liegt im Bereich der Bioverfahrenstechnik und Bioprozessentwicklung", sagt Wieland Reichelt, CEO von Evologic Technologies. Für das laufende Projekt ist das SpinOff eine Partnerschaft mit den Agrarexperten des Agro Innovation Lab eingegangen. Einerseits wird nun das Marktpotential von AMF untersucht, andererseits werden auch bereits Feldtests durchgeführt. Man möchte den Mehrwert von AMF in der Landwirtschaft in Abhängigkeit von Bodenbeschaffenheit, Nährstoffgrundversorgung und Pflanzenart im Praxistest zeigen.

"Für die großtechnische Anwendung in der Landwirtschaft wird es vor allem wichtig sein, eine hohe, reproduzierbare Qualität sicherzustellen", sagt Wieland Reichelt. "Die genaue Kontrolle des Prozesses spielt daher bei uns eine besonders zentrale Rolle."

TU Wien unterstützt SpinOffs

Betreut, beraten und gefördert wird Evologic Technologies vom Innovation Incubation Center (i2c) der TU Wien. "Wir freuen uns darüber, dass Evologic Technologies so erfolgreich unterwegs ist. Evologic Technologies ist ein perfektes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, PhDs einen alternativen Karriereweg aufzuzeigen und zu ermöglichen", sagt Birgit Hofreiter, die Leiterin des i2c.

Evologic nutzt den i2c-Coworking-Space, auch die Laborräume des Unternehmens befinden sich an der TU Wien. Zusätzlich profitierte Evologic Technologies von der Start Academy des i2c, einem dreitägigen Intensivworkshop, bei dem das wichtigste Basis-Know-How für die erste Start-up-Phase vermittelt wird. 2016 wurde Evologic Technologies mit dem i2c-Award ausgezeichnet - einem eigenen Exzellenz-Stipendium in der Höhe von 5000 Euro für die Kommerzialisierung eines PhD-Projekts mit besonders hohem Potenzial.

Damit soll PhDs die Möglichkeit gegeben werden, nach Ablauf ihrer TUW Anstellung sich vollkommen auf die Verwertung ihres Forschungsergebnisses konzentrieren zu können und ein gesichertes Basiseinkommen von 1000 Euro/Monate für einen Inkubationszyklus von 5 Monaten zur Verfügung zu haben. Mit diesem Award gibt es auch einen kostenfreien Platz im TUW eigenen Co-Workingspace, Teilnahme am Inkubationsprogramm des TUW i2nkubators und Zugang zur Mentoren und Investorennetzwerk des i2c.

Das Innovation Incubation Center der TU Wien

Evologic Technologies

Quelle: TU Wien

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