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CUBE-Geschäftsführer Wanko (l.) und Chatwani am Science Industry Day 2017 © APA/IST Austria
CUBE-Geschäftsführer Wanko (l.) und Chatwani am Science Industry Day 2017 © APA/IST Austria

Kooperationsmeldung

IST "Science Industry Day": Angst vor Unternehmensgründung nehmen

24.09.2018

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit dem Institute of Science and Technology (IST) Austria

Einer für alle, alle für einen. So klingt es, wenn Rupesh Chatwani, einer der beiden Managing Directors des IST-Fonds CUBE, über die Gründungslandschaft für Forscher in Österreich spricht. "Wir können es nicht alleine schaffen", betonte er im Gespräch mit APA-Science. "Unternehmen, Anwälte, Investoren müssen zusammenkommen und versuchen, Probleme gemeinsam zu bewältigen. Nur so können wir ein florierendes Ökosystem aufbauen."

Um diese Stakeholder zu vernetzen, hat das Institute of Science and Technology (IST) Austria den CUBE ins Leben gerufen. Seit Dezember 2017 unterstützt der Fonds Forscher mit Kapital, aber auch Infrastruktur und Know-how vonseiten des IST dabei, Unternehmen zu gründen.

Von micro zu macro

Jungunternehmer stehen bei der Gründung vor vielfältigen Herausforderungen, so Co-MD Markus Wanko. "Wir haben gesehen, dass Ausgründungsprojekte - aus dem IST, aber grundsätzlich allen akademischen Einrichtungen - verschiedene Dinge brauchen. Das eine ist Ressourcenzugang, Infrastrukturzugang, das andere ist equity (Anm.: Eigenkapital). Eigenkapital ist aber etwas, das ein junger Post-Doc um die 30 nicht aufbringen kann. Wir haben uns überlegt, wie wir einerseits Leistungen aus dem Institut und andererseits Eigenkapital zur Verfügung stellen können, und haben dann einen Fonds gegründet, der privat finanziert ist, und vom IST kein Geld, sondern Leistungen zur Verfügung gestellt bekommt."

Unter dem Motto "Micro. Macro. Global" widmet sich das IST mit dem "Science Industry Day 2018" am 26. September genau dieser Thematik. "Ich werde in meiner Rede die Top-Ten-Probleme und -Anliegen der Jungunternehmer behandeln, von denen ich im letzten Jahr gehört habe, und wie wir von CUBE diese Herausforderungen angehen. Wir wollen es einfacher machen, effizienter, globaler, erfolgreicher, und so ein Ökosystem aufbauen, das mit den Großen mithalten kann, sei es in London, sei es in Berlin, etc.", so Chatwani, der die Eröffnungsrede halten wird. In Diskussionsrunden und Vorträgen kommen beispielsweise Investoren und Unternehmer zu Wort, Gründer erzählen von ihren Erfahrungen in der Branche.

"Wir wollen Menschen ermutigen"

Neben der Funktion als klassischer Investor versucht CUBE, die Lücke zwischen Unternehmen, Forschungsinstitutionen und Universitäten zu schließen und Studenten zu ermutigen, in die Unternehmensgründung zu gehen. Die Möglichkeit, in den IST-Labors und Office-Gebäuden physisch verankert zu sein, ist dabei ein freiwilliges Angebot, betonte Wanko. Seit der Gründung des Fonds im Dezember 2017 seien zwei Investitionen getätigt worden, zwei bis drei weitere stünden bis Ende des Jahres an.

Das Ziel des "Science Industry Days" sei, "Individuen, die von unternehmerischen Prozessen eingeschüchtert sind, zu ermutigen", erklärte Chatwani. "Sie sehen es und denken sich, dass es zu schwierig ist. Sie haben eine großartige Idee und trauen sich nicht. Wir wollen mehr Menschen dazu ermutigen, ihre Ideen zu kommerzialisieren, ein Unternehmen drum herum zu bauen. Wir hoffen, dass mehr Menschen, die überlegen, ein Unternehmen zu gründen, zum 'Science Industry Day' kommen und Unternehmer sprechen hören, die sich auf so eine Reise begeben haben. Dann trauen sie sich hoffentlich auch. Das ist einerseits für Österreich wichtig, aber andererseits auch für Einzelpersonen, damit sie sich befähigt fühlen, etwas eigenständig zu tun."

SERVICE: Science Industry Day "Micro.Macro.Global.", 26. September 2018, Raiffeisen Lecture Hall, Klosterneuburg, www.ist.ac.at/sid18

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