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Im deutschsprachigen Raum mehr Erdrutsche pro Jahr © APA (AFP/KEYSTONE)
Im deutschsprachigen Raum mehr Erdrutsche pro Jahr © APA (AFP/KEYSTONE)

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Klimawandel: Mehr Erdrutsche und vielleicht auch Vulkanausbruch

11.04.2018

Der Klimawandel bringt vermehrt Starkregen und lässt Gletscher schmelzen. Dadurch sind mehr große Erdrutsche zu erwarten, berichteten Forscher bei der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU) in Wien. Sie gefährden die Straßen und Schienenwege in Europa, in anderen Teilen der Welt könnten sie sogar Vulkanausbrüche verursachen, erklärten sie.

Ein Team um Matthias Schlögl vom Austrian Institute of Technology (AIT) in Wien hat untersucht, ob die durch den Klimawandel häufiger werdenden, über viele Tage dauernden Starkregen die Gefahr erhöhen, dass in Österreich, Deutschland und der Schweiz größere Erd- und Gesteinsmassen talwärts stürzen. "Unsere Resultate zeigen, dass generell mehr Erd-, Berg- und Hangrutsche auftreten werden", sagte er vor Journalisten bei der Geowissenschafter-Konferenz.

Bis zu vierzehn zusätzliche Erdrutsche pro Jahr

In niedrigen Lagen sei bis zum Ende des Jahrhunderts im Schnitt ein zusätzlicher Erdrutsch pro Jahr zu erwarten, in höher gelegenen Regionen sogar vierzehn. Während die Gefahr in der näheren Zukunft (bis 2050) nur mäßig steigt, nimmt sie daraufhin (bis 2100) stärker zu, erklärte er.

"Vermehrt sind auch Erdrutsche an den Hängen von Vulkanen zu erwarten, wenn dort Gletscher abschmelzen", meint Gioachino Roberti von der Universität Clermont Auvergne (Frankreich). Zum Beispiel am Vulkankomplex "Mount Meager" in Kanada zieht sich der Gletscher von der Südflanke zurück. Er befindet sich auf einem störungsanfälligen Hang, der bereits mehrere Zentimeter im Monat wandert. Entsteht dort ein Erdrutsch, weil das Eis schmilzt, das die Flanke stützt, wären nicht nur die talwärts gelegenen Infrastrukturen gefährdet, sondern laut Modellen könnte dadurch auch eine drei bis sechs Kilometer darunter liegende, Magma-gefüllte Kammer so instabil werden, dass sie einen Vulkanausbruch auslöst.

Service: https://www.egu2018.eu/

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