Natur & Technik

Mit Daten von "Juno" wurden Gasstreifen und Magnetfelder kartiert © APA (AFP/NASA)
Mit Daten von "Juno" wurden Gasstreifen und Magnetfelder kartiert © APA (AFP/NASA)

APA

NASA-Forscher: Jupiters Streifen sind 3.000 Kilometer dick

11.04.2018

Jupiter ist ein riesiger Gasplanet mit Streifen und Gürteln von Gasformationen, die mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotieren. Sie reichen bis zu 3.000 Kilometer tief, fanden Forscher mit Daten der NASA-Sonde "Juno" heraus. Bei einer Geowissenschafter-Konferenz in Wien präsentierten sie auch eine Karte seiner Magnetfelder, die auf der Nordhalbkugel variabler sind als im Süden.

Die mit Solarenergie betriebene Raumsonde Juno umkreist seit Juli 2016 den Gasriesen vom Pol zu Pol und zwar näher als jedes Raumschiff zuvor, erklärte Tristan Guillot von der Universität Cote d'Azur in Nizza (Frankreich) vor Journalisten bei der Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU) in Wien. Dadurch habe man von ihren Messgeräten so präzise Gravitationsdaten erhalten, dass man erstmals tief in sein Inneres blicken kann. So erkannten die Forscher, dass die Zonen und Gürteln seiner Atmosphäre, die man mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotieren sieht, bis zu 3.000 Kilometern dick sind.

Jack Connerney vom NASA-Raumfahrtzentrum in Greenbelt (USA) erstellte aus Daten, die Juno zur Erde geschickt hat, eine Karte des Dynamos, der die Magnetfelder des Planeten generiert. "Etwa auf halbem Weg zwischen dem Äquator und Nordpol liegt ein Gebiet, wo das Magnetfeld stark und positiv ist", sagte der Forscher. Es ist flankiert von schwächeren, negativen Bereichen. Auf der Südhalbkugel ist es hingegen konsistent negativ und wird vom Äquator in Richtung Pol immer stärker.

Service: https://www.egu2018.eu/

STICHWÖRTER
Astronomie  | Raumfahrt  | Geologie  | Wien  | Wissenschaft  | Naturwissenschaften  | Forschung  | Wissenschaftsmissionen  |
Weitere Meldungen aus Natur & Technik
APA
Partnermeldung