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Viele Säugetiere nutzen einen gemeinsamen Ort, um ihre Haufen zu setzen © APA (AFP)
Viele Säugetiere nutzen einen gemeinsamen Ort, um ihre Haufen zu setzen © APA (AFP)

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Nashorn-Dung verrät Geschlecht, Alter und Paarungsbereitschaft

11.01.2017

Nashörner kommunizieren ihren Artgenossen Informationen wie Geschlecht, Alter und Paarungsbereitschaft über den Dung. Das fanden drei Forscher aus Südafrika und Deutschland heraus, deren Studie kürzlich in der britischen Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht wurde.

Die Verständigung über den Tierkot gleiche dem Nutzen sozialer Netzwerke wie Facebook, erklärten die Südafrikaner Courtney Marneweck und Adrian M. Shrader und der deutsche Biologe Andreas Jürgens. Das Trio isolierte die Luft um Dunghaufen von frei lebenden Breitmaulnashörnern im Hluhluwe-Nationalpark in KwaZulu-Natal und analysierte den Geruch im Labor. Anschließend erzeugten sie die Duftstoffe von Männchen und Weibchen künstlich und verteilten Proben im Park.

Reaktion variiert je nach Duftnote

Wie erwartet reagierten die Bullen, die in der Regel allein leben, je nach Duftnote verschieden. Wenn sie einen anderen Bullen witterten, kamen sie immer wieder zu dem Dunghaufen zurück, um zu kontrollieren, ob sich der potenzielle Rivale und Eindringling bewegt hatte. Dabei nahmen sie manchmal eine sehr wachsame Haltung ein.

Wenn die männlichen Nashörner dagegen den Geruch eines Weibchens erkannten, schnüffelten sie deutlich länger an den Duftproben, um eine mögliche Paarungsbereitschaft zu erkennen. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass im Geruch von Dung "Schlüsselinformationen" übermittelt würden, schrieben die drei Wissenschafter.

Dies sei auch ein wichtiger Schritt, um zu verstehen, warum viele Säugetiere einen gemeinsamen Ort nutzten, um ihre Haufen zu setzen. Wie Nutzer sozialer Netzwerke suchten die Tiere diesen Ort auf, um die "Veröffentlichungen" Anderer zu "lesen" und um selber eine Botschaft zu hinterlassen.

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