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Rakete brachte Studenten-Satelliten aus Stuttgart und Berlin ins All

14.07.2017

Eine russische Trägerrakete hat am Freitag 73 Satelliten auf einmal ins All gebracht. Dazu zählten auch zwei von Studenten der Universität Stuttgart und der TU Berlin gebaute Mini-Satelliten. "I'm ... aliiiiiiive" (Ich lebe), twitterte die Stuttgarter Begleitmannschaft begeistert, als das erste Signal ihres FlyingLaptop getauften, 140 Kilogramm schweren, künstlichen Himmelskörpers empfangen wurde.

Genauso gelangte der 20 Kilogramm schwere TechnoSat der Berliner Wissenschafter ins All. Für die TU Berlin war es nach Angaben der Pressestelle der zwölfte selbst gebaute Kleinsatellit.

Die Trägerrakete Sojus-2.1a hob nach russischen Agenturberichten um 12.36 Uhr Ortszeit (8.36 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Hauptlast war ein russischer Erdbeobachtungssatellit, der unter anderem nach Waldbränden Ausschau halten soll. Die 72 Mini-Satelliten wurden in mehreren Stufen auf verschiedenen Erdumlaufbahnen zwischen 480 und 600 Kilometern Höhe ausgesetzt. Sie wurden in Japan, Norwegen, Kanada, den USA und Russland entwickelt.

Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos war es der bisher größte Massenstart mit Satelliten für unterschiedliche Umlaufbahnen. Den Rekord für den Start mit den meisten Satelliten hat eine indische Trägerrakete im Februar aufgestellt. An Bord waren 104 Weltraum-Winzlinge.

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