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Roskosmos: Untersuchungen nach Sojus-Riss schwieriger als gedacht

11.09.2018

Knapp zwei Wochen nach der Entdeckung eines Risses an einer Sojus-Raumkapsel ist dessen Ursache noch rätselhaft. "Die bisherigen Ergebnisse geben uns kein objektives Bild", sagte Dmitri Rogosin, Leiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, kürzlich in Wladiwostok. "Die Situation ist ein wenig komplizierter als wir früher angenommen haben." Eine spezielle Kommission soll deshalb die Untersuchungen übernehmen.

Ende August war ein kleiner Riss an der Kapsel entdeckt worden, die an der Internationalen Raumstation (ISS) rund 400 Kilometer über der Erde angekoppelt ist. Die Raumfahrer konnten das Leck abdichten. Auf der ISS befinden sich derzeit sechs Raumfahrer.

Es gibt Spekulationen, dass ein Techniker bei Arbeiten auf der Erde mit einem Bohrer abgerutscht ist und den Fehler verheimlicht hat. Es kursiert aber auch die Version, dass einer der Raumfahrer das Loch absichtlich verursacht hat. Moskau habe daraufhin psychologische Tests der US-Astronauten gefordert, sagte eine nicht näher genannte Quelle der Agentur Ria Nowosti. Die amerikanische Behörde Nasa habe diese Anfrage aber ignoriert.

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