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Seespinnen pumpen Sauerstoff mit ihrem Darm durch den Körper

17.07.2017

Auch Seespinnen haben Herz. Doch so wichtig wie beim Menschen ist es nicht. Denn für den Sauerstofftransport im Körper ist bei diesen Tieren ein ganz anderes Organ zuständig: Der Magen-Darm-Trakt sorgt bei Seespinnen für die Verteilung von Sauerstoff im Großteil ihres Körpers.

Die zu den Krabben gehörenden Tiere nutzten damit einen bisher unbeschriebenen Weg, um den Sauerstoff durch ihren Körper zu transportieren, schrieben Forscher der University of Montana in Missoula in der Fachzeitschrift "Current Biology". Muskelkontraktionen des Darms und der sogenannten Mitteldarmdrüsen sind demnach dafür verantwortlich, dass eine sauerstoffhaltige, blutähnliche Flüssigkeit auch die besonders langen Beine versorgt.

Die Drüsen sind Anhängsel am Darm und dehnen sich den Forschern zufolge fast bis an die Beinspitzen aus. "Der Darm von Seespinnen ist damit raumfüllend und überall im Körper, ganz so wie bei uns die menschlichen Kreislaufsysteme", wurde Erstautor Arthur Woods in einer Mitteilung des Verlags zitiert. Ein Herz haben die Seespinnen zwar auch. Allerdings versorgt es nur einen winzigen Teil ihres Körpers mit Sauerstoff.

Seespinnen zeichnen sich vor allem durch ihre langen Beine und winzigen Körper aus. Sie haben keine speziellen Atmungsorgane wie der Mensch. Sauerstoff gelangt den Wissenschaftern zufolge über die Oberfläche in den Körper.

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