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Sojus-Fehlstart - ESA: Verzögerungen bei Experimenten

12.10.2018

Nach dem Fehlstart einer bemannten Sojus-Rakete kommt es nach Angaben von Europas Raumfahrtbehörde ESA zu Verzögerungen bei den Experimenten an Bord der Internationalen Raumstation ISS. "Es fallen im geplanten Zeitraum auf jeden Fall Experimente weg", sagte ESA-Chef Jan Wörner.

Wörner ging jedoch davon aus, dass die Versuche zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden könnten. Wie viele Experimente betroffen seien, stehe noch nicht fest.

Die Crew der ISS forscht unter anderem zur Wirkung von Schwerelosigkeit auf den Menschen und zum Flugverhalten von Himmelskörpern. Derzeit befinden sich nur drei Raumfahrer in der Raumstation. Das Team sollte eigentlich um zwei weitere Mitglieder verstärkt werden: um den Russen Alexej Owtschinin und seinen US-Kollegen Nick Hague. Ihr Flug ins All scheiterte aber aufgrund einer technischen Panne an ihrer russischen Sojus-Rakete. Beide Raumfahrer konnten sich per Notlandung retten.

Ob mit der nun ungeplant kleineren Crew noch Außenbordeinsätze möglich sind, sei unklar, sagte ESA-Chef Wörner. Er gehe davon aus, dass solche Einsätze - wenn nicht zwingend erforderlich - vorerst zurückgestellt würden. Ausflüge ins All werden stets von zwei Raumfahrern gleichzeitig unternommen. Zum jetzigen Zeitpunkt würde das bedeuten, dass eine Person allein an Bord zurückbleiben müsste.

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