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Unbekannter Hammerhai im Meer vor Belize entdeckt

15.02.2017

Im Meer vor Belize haben Forscher diese Woche eine bis jetzt noch unbekannte Hammerhai-Art entdeckt, berichtete der World Wide Fund For Nature (WWF) per Aussendung. Dies zeige, wie dringend dieses einzigartige Gebiet in der Karibik mit dem längsten Barriereriff der nördlichen Hemisphäre, geschützt werden muss.

Die Entdeckung der Art aus der Gattung Sphyrna (Hammerhai) haben das Fisheries Department von Belize und Forscher der Florida International University (FIU) gemeldet. Die Hai-Art lebt demnach relativ gebietstreu und ist auf saubere Gewässer angewiesen. Die Anwesenheit zeige auch, dass der Lebensraum am Belize Barriere Riff noch weitgehend intakt ist.

"Die Entdeckung dieser neuen Haiart ist eine Sensation. Sie ist ein weiteres Beispiel für die Bedeutung des Belize Barriere Riffs als mariner Biodiversitäts-Hotspot und zeigt wie wichtig saubere Meere sind", sagt Simone Niedermüller, Meeresschutzexpertin beim WWF Österreich.

Belize Barriere Riff ist UNESCO-Weltnaturerbe

Das Meer vor Belize ist ein Paradies für über 1.400 Arten von Pflanzen und Tieren, darunter die weltgrößte Population von bedrohten westindischen Seekühen, seltene Meeresschildkröten, Rochen, Haie und Delfine, schrieb der WWF. Das Belize Barriere Riff wurde 1996 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. In den vergangenen Jahren wurde das Ökosystem des Riffs jedoch durch Bautätigkeit an der Küste zerstört und 6.500 Hektar an Mangrovenwälden wurden abgeholzt. In der Folge hat die UNESCO 2009 das Belize Barriere Riff auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Doch geplante Ölbohrungen in den Gewässern von Belize gefährden das Riff noch heute und müssen verboten werden, forderte die NGO.

Im vergangenen Oktober überreichte der WWF dem Premierminister von Belize eine Petition mit über 265.000 Stimmen. Sie alle fordern, dass die Regierung von Belize alles unternimmt, um dieses einzigartige Riff zu schützen. In der Folge wurden seismische Untersuchungen in einem Radius von einem Kilometer vom Riff verboten, schloss der WWF.

Service: www.wwf.at/presse

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