Natur & Technik

Kooperationsmeldung

Wissen aus Daten

07.12.2016

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit Siemens

Daten sind die neue Infrastruktur, sind sich Experten einig. Denn von der Verfügbarkeit der richtigen Daten hängt heute der Geschäftserfolg in beinahe jedem Industriesektor ab. Während es Daten wie Sand am Meer gibt, fehlen aber Schnittstellen zwischen den Produzenten, Konsumenten und "Veredlern" von Daten. Hier setzt das Projekt "Data Market Austria" (DMA) an, dessen Ziel es ist, eine sichere Technologie und innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln. Siemens Corporate Technology beteiligt sich mit einer Pilotanwendung im Bereich Mobilität.

Verbesserte Technologiebasis

Im Rahmen von DMA sollen Blockchain-Ansätze für eine stabile, verteilte und sichere Dateninfrastruktur sorgen. Unter Blockchain versteht man eine Datenbank, die von allen Teilnehmern eines Transaktionssystems gemeinsam geführt wird und so besonders transparent ist. Außerdem sollen Mechanismen und Tools für den Handel mit Daten und Services entstehen. Ebenfalls geplant ist die Entwicklung von Analyseverfahren, die es erlauben, große Datenmengen von verteilten Systemen in hoher Geschwindigkeit und mit hoher Sicherheit zu verarbeiten. Organisiert wird der Datenmarkt mit Hilfe von Cloud-Diensten. Bei Cloud-Diensten sind Programme und Daten nicht am eigenen Rechner, sondern auf einem externen System gespeichert. Miteinander verbundene Cloud-Systeme sollen einen transparenten, aber kontrollierten, Zugriff auf die verteilten Services sowie auf die offenen, semi-offenen und geschlossenen Daten über das Portal von Data Market Austria ermöglichen.

Pilotanwendung Mobilität

Mit unterschiedlichen Anwendungen soll gezeigt werden, was in einem funktionierenden Datenmarkt alles möglich ist. Siemens Corporate Technology wird im Projekt einen Demonstrator realisieren, der Mobilitäts- und Verkehrssimulationen verbessert. Konkret werden für ausgewählte geografische Regionen Verkehrsflüsse und Mobilitätsmuster abgeleitet und charakterisiert. Dafür werden Echtzeit-Daten unter anderem von öffentlichem Verkehr, Wetter, Fahrplänen, Veranstaltungen und Mobilfunknetzen genutzt. Wobei nicht nur Open Data oder Open Government Data, sondern auch Closed Data verwendet wird. So soll getestet werden wie unterschiedliche offene und geschlossene Daten miteinander kombiniert werden können und welcher Mehrwert sich daraus ergibt. Auch Abhängigkeitsfaktoren, wie beispielsweise welche Auswirkung das Wetter auf den Verkehr hat, können so untersucht werden. Dem Nutzer werden sowohl Statistiken als auch die Datenquellen, aus denen sie erstellt wurden, zur Verfügung gestellt. "Die effiziente, innovative Nutzung von verschiedenen Datenquellen kann neue Geschäftsideen hervorbringen", sagt Deepak Dhungana von Siemens Corporate Technology und ergänzt: "Wichtig ist, die Daten für Nutzer in einer verständlichen und einsatzbereiten Form bereitzustellen. Es geht darum, einen Zugang zu Wissen statt zu Daten zu schaffen."

Digitales Ökosystem für Daten, Business und Innovation

Das Leitprojekt "Data Market Austria" will ein Daten-Services-Ökosystem in Österreich etablieren. 17 Organisationen aus den Bereichen Forschung, Telekom und IT haben sich im Projekt zusammengeschlossen, um die Kooperation und Kommunikation zwischen Akteuren der Wirtschaft zu verbessern. Das Projekt wird vom Programm "IKT der Zukunft" der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

Weitere Informationen:

Siemens Innovationen

Data Market Austria

IKT der Zukunft

Quelle: Siemens

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