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Österreichisches Know-how war auch bei "Mars Express" an Bord © APA (AFP/ESA/DLR/FU Berlin)
Österreichisches Know-how war auch bei "Mars Express" an Bord © APA (AFP/ESA/DLR/FU Berlin)

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30 Jahre ESA-Mitgliedschaft Österreichs: Rückblick in Rot-weiß-rot

06.10.2017

Der Start des sowjetischen Satelliten "Sputnik" vor 60 Jahren (4. Oktober 1957) war auch für Österreich ein Aufbruchssignal, sich Raumfahrttechnologien zu widmen. Es sollte aber noch weitere drei Jahrzehnte dauern, bis Österreich 1987 als Vollmitglied der Europäischen Weltraumorganisation ESA beitrat. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten rot-weiß-roten Weltraumaktivitäten.

1961-1964: Beteiligung Österreichs an der Schaffung einer Europäischen Raumfahrtagentur (Comite Preparatoire des Recherches Spatiales - COPERS).

1962: Gründung der European Space Research Organisation (ESRO), Österreich wird aber kein Vollmitglied.

1970: Gründung des Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Graz, das künftig auch eng mit der ESA kooperiert.

1972: Gründung der Austrian Space Agency (ASA), u.a. zur Vorbereitung der Mitarbeit im europäischen Weltraumprogramm.

1975: ESRO fusioniert mit der European Launcher Development Organisation (ELDO) zur heutigen European Space Agency (ESA).

1975: Das Wissenschaftsministerium befürwortet eine assoziierte Mitgliedschaft Österreichs in der ESA, zunächst erfolgt aber nur eine Beteiligung Österreichs an Programmen.

1981: Österreich wird assoziiertes Mitglied der ESA.

1983: Erster Flug des europäischen Weltraumlabors "Spacelab" mit dem in Österreich entwickelten "Weltraumfenster" und drei österreichischen Experimenten.

1984: Der Meteorologe und Geophysiker Siegfried J. Bauer wird als erster Österreicher Mitglied und später Vorsitzender der "Arbeitsgruppe für Sonnensystemforschung" der ESA und damit auch Mitglied des Beratungskomitees für Weltraumforschung.

1986: Ein "Beratendes Komitee für Weltraumforschung und -technologie der Bundesregierung" wird eingesetzt, um u.a. eine Strategie für Österreichs Beteiligung an Weltraumprojekten zu erarbeiten.

1987: Mit 1. Jänner wird Österreich Vollmitglied bei der ESA.

1991: Der österreichische Kosmonaut Franz Viehböck führt im Rahmen des Projekts AUSTROMIR auf der russischen Raumstation MIR 15 wissenschaftliche Experimente durch - zwar keine ESA-Mission, aber ein Meilenstein für die österreichische Weltraumforschung.

2002: Start des Österreichischen Weltraumprogramms, einer Initiative des Infrastrukturministeriums. Programmträger ist die Austrian Space Agency (ASA).

2003: Gründung des European Space Policy Institute (ESPI) in Wien.

2004: Gründung der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG und Umwandlung der ASA in die Agentur für Luft- und Raumfahrt (ALR).

2014: ALR-Chef Harald Posch wird Vorsitzender des ESA-Rates.

2016: Der Österreicher Josef Aschbacher wird ESA-Direktor für Erdbeobachtung.

1990er-Jahre bis heute: Nach dem Beitritt Österreichs zur ESA ist die Zahl der Beteiligungen an Raumfahrt-Missionen geradezu explodiert. An zahlreichen ESA-Missionen und -Satelliten waren und sind österreichische Instrumente mit an Bord, haben österreichische Unternehmen Hard- und Software geliefert bzw. waren heimische Wissenschafter an der Auswertung von Daten beteiligt. So leitete der Österreicher Rudolf Schmidt die mit starker österreichischer Beteiligung durchgeführte ESA-Mission "Mars Express", die Kometen-Mission "Rosetta" flog mit Instrumenten und Technologie "Made in Austria", die Saturn-Sonde Cassini-Huygens hatte österreichische Instrumente an Bord.

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