Politik & Wirtschaft

APA

6,2 Millionen Euro für Wiener Forschungsprojekte

03.12.2018

Nach dem Life Sciences Call 2018 in Wien mit dem Motto "Linking Research & Patients' Needs" des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) werden neun Projekte gefördert. In ihnen geht es um die Umsetzung von Grundlagenforschung in die Anwendung an Patienten, hieß es bei der Präsentation der zukünftigen Arbeiten.

Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) ist der einzige größere privat-gemeinnützige Forschungsförderer in Österreich. Seine Aufgabe ist die Finanzierung von Spitzenprojekten in der wissenschaftlichen Forschung, gleichzeitig hat der WWTF zum Ziel, junge Wissenschafter an den Standort Wien zu binden. Mit einem Jahresbudget von rund zwölf Millionen Euro, das überwiegend von einer Privatstiftung gestellt wird, fördert der WWTF dort, wo Wien bereits große Stärken aufweist und konzentriert seine Mittel auf die Felder Life Sciences, Informations- und Kommunikationstechnologien, Angewandte Mathematik sowie Kognitionsforschung.

114 Anträge eingelangt

In diesem Jahr langten beim WWTF 114 Anträge ein. Eine internationale siebenköpfige Jury, unter dem Vorsitz des britischen Neurowissenschafters Paul Matthews, hat - auf Basis einer weltweiten Fachbegutachtung - schließlich neun Projekte mit einer Gesamtsumme von 6,261 Mio. Euro zur Förderung empfohlen. Die Projektförderung beträgt pro Projekt zwischen 360.000 Euro und 800.000 Euro. Die Projektlaufzeit beträgt drei bis vier Jahre. Fünf der neun geförderten Projekte sind an der Medizinischen Universität Wien angesiedelt, jeweils zwei an der Universität Wien und an der St. Anna Kinderkrebsforschung.

In einem der Projekte wird beispielsweise untersucht, ob mit einer Mundspülung mit Homoeriodicytol vor dem Essen die bei 40 bis 85 Prozent von Patienten mit Chemotherapie eintretenden Geschmacksstörungen verhindert werden. Eine andere Forschungsarbeit soll klären, ob man die Funktion des Bindungsproteins Cingulin als "Klebstoff" der Zellen, welche die Blutgefäße bilden, eventuell zur Verhinderung von Blutgefäß-Leckage - zum Beispiel bei Sepsis oder nach schweren Brandverletzungen - nutzen könnte. Eine dritte Forschungsarbeit soll klären, welche Genmutationen und Signalmechanismen bei Neuroblastomerkrankungen für einen besonders aggressiven Verlauf der Erkrankung führt.

STICHWÖRTER
Medizin  | Wien  | Wissenschaft  | Forschung  |
Weitere Meldungen aus Politik & Wirtschaft
APA
Partnermeldung