Politik & Wirtschaft

Kooperationsmeldung

Ausschreibung des MINT-Gütesiegels 2019-2022 gestartet

15.11.2018

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit der Industriellenvereinigung

"Mit dem MINT-Gütesiegel versuchen wir Bildungseinrichtungen – vom Kindergarten bis zu Höheren Schulen – zu ermutigen, junge Menschen mit innovativen Maßnahmen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu begeistern", so Bildungsminister Univ.- Prof. Dr. Heinz Faßmann anlässlich des Starts der Ausschreibung für das MINT-Gütesiegel 2019-2022.

"Der frühe Kontakt mit forschendem Lernen im MINT-Bereich ist enorm wichtig. Die Nachfrage nach solider naturwissenschaftlich-technischer Grundbildung wird künftig weiter steigen und eröffnet jungen Menschen daher vielseitige berufliche und persönliche Chancen. Mit dem MINT-Gütesiegel holen wir jene Bildungseinrichtung vor den Vorhang, die in diesem Bereich besonders engagiert sind."

"Österreichs Erfolg und Zukunft bauen auf Innovation und Technologie, heute stärker denn je. Egal ob es um unseren Wohlstand, unsere Lebensqualität oder neue Produkte und Dienstleistungen geht, überall steckt technisches Know-How dahinter", sagte Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV). Der Innovationsbereich ist aber auch jener Sektor, der am stärksten auf kreative und motivierte Techniktalente angewiesen ist. Denn durch sie werden Forschung, Entwicklung und Innovationen vorangetrieben. Ein technisches Grundverständnis wird in unserer digitalisierten Welt aber auch generell zur Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben aktiv teilhaben zu können. "MINT-Bildung steht also in jeder Hinsicht für eine erfolgreiche Zukunft. Für die Gesellschaft, für die Unternehmen, aber vor allem für unsere Jugend, der im MINT-Bereich große Karrierechancen offenstehen", sagte Neumayer mit Verweis auf den Fachkräftemangel im Technikbereich, der heute einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Industrie begrüßt daher den jüngst kommunizierten Vorstoß der Bundesregierung, die Studienplätze in technischen Fachhochschulstudien aufzustocken, ausdrücklich.

"Frühe Förderung der Technikbegeisterung ist Voraussetzung und zugleich Erfolgsfaktor für einen erfolgreichen Wandel zur Innovationsgesellschaft, insbesondere im Zeitalter der Digitalisierung", zeigte sich der Präsident der Wissensfabrik Österreich und Alleinvorstand der Robert Bosch AG in Österreich, Dr. Klaus Peter Fouquet, überzeugt. "Daher braucht Österreich mehr innovative Schulen und Kindergärten mit MINT-Fokus, um bereits im frühen Alter die Technikaffinität zu wecken und zu fördern. Die Auswirkungen der Digitalisierung werden immer deutlicher spürbar und die MINT-Fächer sind und bleiben wichtige Basis für Innovationen und Industrie 4.0. Unternehmen, die auch in Zukunft erfolgreich sein wollen, müssen den Weg der zunehmenden Vernetzung gehen und den epochalen Wandel aktiv mitgestalten. Dafür braucht es entsprechendes Personal. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch, dass mittlerweile acht von zehn Unternehmen mit Personalproblemen im MINT-Bereich kämpfen. Das MINT-Gütesiegel ist ein wichtiger Motor, um herausragende Bildungseinrichtungen vor den Vorhang zu holen", so Fouquet.

Die Rektorin der Pädagogischen Hochschule (PH) in Wien, Mag. Ruth Petz, betonte, dass für die Gestaltung eines begeisternden MINT-Unterrichtes die Pädagoginnen und Pädagogen die zentrale Rolle einnehmen. "Die Pädagogische Hochschule Wien unterstützt die Lehrenden durch eine Vielzahl neuer Angebote in der Aus- und Weiterbildung. Ab Jänner 2019 wird für die Sekundarstufe ein spezielles MINT-Coaching angeboten, um am Gütesiegel interessierte Schulen standortspezifisch zu unterstützen. Im Rahmen dieser Coachings stehen neben fachdidaktischen Inputs und Schulentwicklungsberatungen auch der gezielte Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen MINT-Schulen im Vordergrund. Ab dem Schuljahr 2019/20 soll das entwickelte MINT-Coaching auch von anderen Pädagogischen Hochschulen angeboten werden, um so österreichweit möglichst viele Schulen auf dem Weg zum MINT-Gütesiegel zu unterstützen", so die Rektorin.

Das MINT-Gütesiegel ist eine gemeinsame Initiative vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Industriellenvereinigung, der Wissensfabrik Österreich und der Pädagogischen Hochschule Wien. Es stellt ein bundesweit gültiges Qualitätszertifikat für innovatives Lernen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mit vielfältigen Zugängen für Mädchen und Burschen dar. Ausgezeichnete Bildungseinrichtungen erhalten das MINT-Gütesiegel als digitales Logo für ihren Webauftritt sowie als Wandplakette für ihr Gebäude. Die ausgezeichneten Schulen und Kindergärten sind öffentlichkeitswirksam auf der "MINT-Landkarte Österreich" unter www.mintschule.at verortet. Das Gütesiegel wird für die Dauer von drei Jahren vergeben, eine Wiedereinreichung ist möglich. Seit Start der Initiative wurden 216 Bildungseinrichtungen mit dem Gütesiegel ausgezeichnet.

Nähere Informationen zur Bewerbungen sowie die MINT-Landkarte finden sich unter www.mintschule.at

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Mag.a Annette Weber
+43 (1) 53120-5025
anette.weber@bmbwf.gv.at

Industriellenvereinigung (IV)
Mag. Matthis Prabitz
+43 (1) 711 35 2305
matthis.prabitz@iv.at

Wissensfabrik – Unternehmen für Österreich
Mag. Veronika Kotzab
+43 (1) 7105459 12
office@wissensfabrik.at

Pädagogische Hochschule Wien
Dr. Christian Bertsch
+43 650 8001025
christian.bertsch@phwien.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/112/aom

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