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EU-Kommission drängt bei Westbalkan-Gipfel auf mehr Innovation

15.05.2018

Die EU-Kommission drängt vor dem Westbalkan-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Sofia auf mehr Innovation und Forschung. Der Vizepräsident der EU-Kommission Jyrki Katainen betonte kürzlich, Europa habe eine "Weltklasse-Forschung", doch müsse diese zu einem Erfolgsmodell entwickelt werden.

Wissenschaftskommissar Carlos Moedas forderte einen Durchbruch für Innovation. Dafür regte er einen neuen Europäischen Innovationsrat an. "Wir brauchen zukunftsgeprüfte Regeln und müssen verstärkt private Investitionen anziehen". Katainen sprach von einer "einzigartigen Möglichkeit" beim Westbalkan-Gipfel, entscheidende Schritte nach vorne zu machen, "ehe das Jahr 2018 zu Ende ist".

Der Vizepräsident der EU-Kommission verwies auf die neuen Megatrends wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Kreislaufwirtschaft. Dies werde auch tiefgreifende Änderungen für die Gesellschaft und die Wirtschaft bringen. "Wir müssen schneller handeln, um die neue Innovationswelle führen zu können und Standards für den globalen Wettbewerb zu setzen".

Moedas sagte, der Vorschlag von 100 Milliarden Euro für das nächste EU-Forschungs- und Innovationsprogramm könne eine starke Auswirkung haben. Deshalb sei es notwendig, den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU 2021-2027 raschest anzunehmen. Die EU müsse ein Vorreiter für eine marktorientierte Innovation sein. Deshalb sollte mit einem europäischen Innovationsrat ein "One-Stop-Shop" für Fortschritte in diesem Bereich angesichts des hohen Potenzials und des Durchbruchs neuer Technologien geschaffen werden. Damit solle auch eine 2,7 Milliarden Euro schwere Pilotphase für 2018-2020 geschaffen werden, um ein starkes Potenzial zur Schaffung völlig neuer Märkte zu haben.

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