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EU-Vorsitz - Zwei Minister im Industrie- und Forschungsausschuss

11.07.2018

Gleich zwei Minister haben am Dienstag im Industrie- und Forschungsausschuss des Europaparlaments in Brüssel die Prioritäten des österreichischen Ratsvorsitzes präsentiert. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) betonte, dass die Digitalisierung eine große Chance sei, um Europa zu reindustrialisieren. Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will Synergien in der Forschung nützen.

Notwendig seien hochwertige Berufsausbildungen, betonte Schramböck. So sei die duale Ausbildung "eine Möglichkeit Jugendarbeitslosigkeit zurückzudrängen", auch könnte hier die digitale Ausbildung einfließen. "Europa hat eine großartige Chance, wenn es sich auf seine Stärken konzentriert", betonte die Wirtschaftsministerin.

Es gelte Leitbetriebe genauso wie Klein- und Mittelbetriebe mit Start-ups zu verbinden und ein wirtschafts-und innovationsfreundliches Umfeld in Europa zu schaffen. In den nächsten sechs Monaten solle der digitale Binnenmarkt vollendet werden um somit 415 Milliarden Euro an zusätzlichem Bruttoinlandsprodukt in Europa zu schaffen, sagte Schramböck.

"Horizon Europe" hat "oberste Priorität"

Faßmann meinte, die oberste Priorität habe "Horizon Europe", das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation für die Jahre 2021 bis 2027. Die Kommission habe ein Gesamtbudget von 100 Milliarden Euro vorgeschlagen, das sei "beachtlich und geht in die richtige Richtung". Eine Neuerung sei die Idee von "Missions", die einen großen Bogen von der Grundlagenforschung bis zur Umsetzung spannen. Das "European Innovation Council" könne verschiedene nationale Maßnahmen ergänzen. "Forschung mit Impacts" soll erzeugt werden und Spin-offs gefördert werden, kündigte der Wissenschaftsminister an.

Am 17. Juli werde es in Wien einen ersten Austausch mit den Wissenschafts- und Forschungsministern darüber geben, wie strategische Planung aussehen könne, sagte Faßmann. Auch solle dort über die Reformagenda eines europäischen Forschungsraums gesprochen werden, der nicht fragmentiert sei.

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