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Faßmann (ÖVP) zeigte sich zufrieden mit der Ausrichtung © APA (Hochmuth)
Faßmann (ÖVP) zeigte sich zufrieden mit der Ausrichtung © APA (Hochmuth)

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EU über Ausrichtung des Forschungsprogramms "Horizon Europe" einig

03.12.2018

Die EU-Staaten sind sich im Grundsatz über das rund 100 Milliarden Euro schwere Forschungsprogramm "Horizon Europe" für die nächste EU-Finanzperiode von 2021 bis 2027 einig. Den Durchbruch konnte die österreichische EU-Ratspräsidentschaft nach achtstündigen Verhandlungen bei einem Rat der Forschungsminister in Brüssel erzielen.

Der EU-Ministerrat beschloss die inhaltliche Ausrichtung. Die endgültige Finanzierung muss erst im Rahmen des EU-Finanzrahmens geklärt werden. "Es ist uns gelungen, in Rekordzeit eine Einigung der Mitgliedsstaaten über die Inhalte von 'Horizon Europe' zu erreichen. 'Horizon Europe' ist das größte Forschungsprogramm weltweit und ich freue mich, dass wir während unseres Vorsitzes maßgeblich an der zukünftigen Ausgestaltung mitwirken konnten", zeigte sich Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zufrieden. Alle EU-Staaten hätten unterschiedliche Erwartungen gehabt, doch sei ein Konsens und einstimmiger Beschluss gelungen. Nunmehr könnten Gespräche mit dem EU-Parlament beginnen.

Globale Herausforderungen im Fokus

Die EU will sich in dem nächsten Forschungsprogramm noch stärker den globalen Herausforderungen und den gesellschaftlichen Problemen widmen. Dazu zählen etwa der Klimawandel, die Bekämpfung von Krebs oder die Anwendung von neuen digitalen Technologien, erklärte Faßmann. "Wichtig ist, dass der Transfer in die Praxis funktioniert und Forschungsergebnisse auch Anwendung im täglichen Leben finden", unterstrich der Minister.

Neu ist die Einrichtung eines Europäischen Innovationsrates, der innovativen Ideen zum Durchbruch helfen soll. "Der Innovationsrat ist die Antwort Europas auf die wachsende Konkurrenz aus Asien und Amerika", sagte Faßmann. Vor allem Klein- und Mittelunternehmen sollen davon profitieren.

EU-Forschungskommissar Carlos Moedas sprach von einem "großartigen Tag für Europa". Moedas gratulierte der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft und Faßmann für die professionelle Vorsitzführung. "Es war unglaublich, es war fantastisch." Es sei heute ein großer Schritt für die europäische Forschung gelungen.

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