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Earth Overshoot Day: 7 x täglich auf kleinerem Fuß leben

02.08.2017

Am 2. August sind die Ressourcen der Erde fürs heurige Jahr bereits aufgebraucht, das restliche Jahr betreiben wir Raubbau an der Erde. Am besten also gleich anfangen mit dem Leben auf kleinerem Fuß. Große Schritte sind genauso gefragt wie kleine Maßnahmen im Alltag, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. "die umweltberatung" motiviert zu 7 Schritten, damit sich der Overshoot Day weiter nach hinten verschiebt.

Ab dem Earth Overshoot Day übersteigt die Menge der in diesem Jahr schon verbrauchten natürlichen Ressourcen die jährliche Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen. 2017 ist diese Grenze bereits am 2. August erreicht, das berechnet das Global Footprint Network. "Der Earth Overshoot Day macht deutlich, dass unser Ressourcenverbrauch viel zu hoch ist - vor allem in den wohlhabenden Ländern. Es ist höchste Zeit zu überdenken, was wir wirklich brauchen und im Alltag Maßnahmen zum Verkleinern des ökologischen Fußabdrucks zu setzen", meint Mag. Elmar Schwarzlmüller, Ressourcenexperte von "die umweltberatung".

1. Ein autofreies Leben genießen

Die Mobilität macht hierzulande 31% des Energiebedarfs eines durchschnittlichen Haushaltes aus (Quellen: e-control, Grazer Energieagentur). Es ist gut, sich zu überlegen, ob man überhaupt ein Auto braucht, und wenn ja, ob man nicht manche Autofahrt stattdessen auch umweltfreundlicher zurücklegen könnte. Wer es schafft, ganz ohne Auto auszukommen oder die Autofahrten deutlich zu reduzieren, verkleinert seinen ökologischen Fußabdruck deutlich, und spart sich oft auch einiges an Geld und Nerven. In Wien zum Beispiel ist das öffentliche Verkehrsnetz hervorragend ausgebaut. Durch die Kombination aus öffentlichem Verkehr, Fahrrad und Fußwegen gelingt es hier vielen Menschen sogar, ganz auf das Auto zu verzichten.

2. Wenn's wieder kälter wird: g'scheit heizen

Derzeit ist das schwer vorstellbar, aber die nächste Heizperiode kommt bestimmt und bietet viel Potenzial, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Denn das Heizen macht ungefähr 50% des Energiebedarfs eines durchschnittlichen Haushalts in Österreich aus (Quellen:

e-control, Grazer Energieagentur). G'scheit heizen beginnt schon beim richtigen Lüften: Nicht beim gekippten Fenster rausheizen, sondern mehrmals täglich kurz und kräftig durchziehen lassen! Und außerdem bringt 1% niedrigere Raumtemperatur 6% Energieersparnis. Informationen dazu auf www.umweltberatung.at/spartipps.

3. Flüge vermeiden

Ob beruflich oder im Urlaub: Fliegen vergrößert den ökologischen Fußabdruck deutlich. Laut Statistik des Umweltbundesamts aus dem Jahr 2016 verbraucht das Fliegen pro Personenkilometer fast 5-mal so viel Energie wie das Bahnfahren. Der Ausstoß von CO2-Äquivalenten ist laut Umweltbundesamt sogar rund 28-mal so hoch. Kürzere Flugstrecken können gut durch Zugfahrten ersetzt werden, mit vielen Vorteilen:

Ein- und Ausstieg zentrumsnahe, keine lange Fahrt zum Flughafen, kurze Wartezeiten auf die Abfahrt, während der Fahrt einfach aufstehen und herumgehen können - das ist äußerst komfortabel im Vergleich zu einem Flug.

4. Gesund essen

Auch wenn das in der Nation, in der Schnitzel und Schweinsbraten daheim sind, nicht gern gehört wird: Zuviel Fleisch ist ungesund! ErnährungsexpertInnen empfehlen nur maximal drei Portionen Fleisch pro Woche, neun Portionen sind jedoch Realität. Aus Getreide, saisonalem Gemüse und Hülsenfrüchten lassen sich köstliche Alternativen zaubern. Viele Rezepte dazu bietet "die umweltberatung" auf www.umweltberatung.at/rezepte - in der Suchmaske "vegetarisch" oder "vegan" anklicken.

5. Produkte lange nutzen

Kaputte Gegenstände reparieren lassen statt wegwerfen, am Secondhand-Markt einkaufen oder aus alten Dingen selbst etwas Neues basteln - das alles trägt dazu bei, dass Produkte möglichst lange genutzt werden. Die lange Nutzung schont die Ressourcen, denn die Herstellung von Neuware ist immer mit großem Einsatz von Energie und Material verbunden. Adressen von Reparaturbetrieben und Termine für Do-it-yourself-Kurse auf www.reparaturnetzwerk.at.

6. Wasser aus der Leitung trinken

Im Sommer trinken wir viel und häufig werden unnötig viele Getränke in Wegwerfflaschen oder Dosen nach Hause geschleppt - dabei ist Leitungswasser der beste Durstlöscher. Es ist kalorienarm und unschlagbar billig, muss nicht abgepackt und nicht transportiert werden. Zum Spritzen gibt's Mineralwasser in Mehrwegflaschen oder Soda aus dem eigenen Sodaautomaten. Bei abgefüllten Getränken verursachen Mehrwegflaschen aus der Region den kleinsten ökologischen Fußabdruck. Ranking der Getränkeverpackungen auf www.umweltberatung.at/gvp.

7. Abfall vermeiden

Kleinzeug macht in Summe viel Mist und verbraucht viele Ressourcen zur Herstellung. Auch hier gilt die Devise, Dinge länger zu nutzen statt laufend Neues zu kaufen. Schwammtücher immer wieder auswaschen statt wegschmeißen, einseitig bedrucktes Papier als Schmierpapier verwenden, mehrfach verwendbare Taschen zum Einkauf verwenden, ... das sind ein paar von vielen Möglichkeiten, um im Alltag den ökologischen Fußabdruck durch kleine Schritte etwas zu verkleinern. Weitere Infos auf www.umweltberatung.at/avl.

Ökologisch leben und wirtschaften

"die umweltberatung" bietet auf www.umweltberatung.at und unter Tel. 01 803 32 32 Information und Beratung zum ökologischen Leben und Wirtschaften.

"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22.

Rückfragen & Kontakt:
"die umweltberatung" Wien
DIin Sabine Seidl
Tel. 01 803 32 32-72
mobil 0699 189 174 65
mailto:sabine.seidl@umweltberatung.at
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