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Die Preisträger der ACR-Kooperationspreise © ACR/APA-Fotoservice/Schedl
Die Preisträger der ACR-Kooperationspreise © ACR/APA-Fotoservice/Schedl

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Erster ACR-Start-up-Preis für Tageslicht aus "Anti-Sonnenbrille"

04.10.2017

Für ein Gerät zur Bestrahlung der Augen mit Licht mit viel Blauanteil wurde das Wiener Jungunternehmen "Pocket Sky OG" kürzlich in Wien mit dem erstmals vergebenen Start-up-Preis des Forschungsnetzwerks Austrian Cooperative Research (ACR) ausgezeichnet. Neben dieser Art Gegenentwurf zur Sonnenbrille erhielten drei weitere Unternehmen ACR-Kooperationspreise für ihre Innovationen.

Die Preise werden in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium alljährlich an Kooperationsprojekte zwischen Forschungsinstituten der ACR mit Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vergeben. Die Premiere des "ACR Start-up Preis powered by aws" ging an den zusammen mit dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) entwickelten Lichtbogen, der ähnlich einer Brille auf der Stirn getragen wird. In trüben Wintertagen können damit die Augen mit Tageslicht bestrahlt werden, das den Lichtanteilen an einem Tag mit blauem Himmel nachempfunden ist. Das soll Müdigkeit und Antriebslosigkeit in den Wintermonaten entgegenwirken, heißt es in einer Aussendung.

Auszeichnung für Trinksystem

Ebenfalls auf einer Kooperation mit dem OFI beruht das mit einem der drei Kooperationspreise ausgezeichnete Trinksystem der niederösterreichischen Move products GmbH. Dabei vermischt sich Sirup erst durch das Öffnen der Flasche mit dem Wasser, was den Charakter einer frisch zubereiteten Limonade erhalten soll. Die Entwicklung kommt überdies ohne chemische Konservierungsstoffe aus, das Getränk ist trotzdem bis zu zwei Jahre lang haltbar.

Durch Öffnungen am unteren Rahmen auf der Außenseite und am oberen Rahmen auf der Innenseite eines neuartigen Verbundfensters soll das "Window Air" der burgenländischen Katzbeck Produktions GesmbH Austria auch als Belüftung funktionieren. Das ebenfalls prämierte Produkt entstand zusammen mit der Holzforschung Austria. Bei dem Fenster dringt frische Luft durch die unteren Öffnungen ein, wird im Zwischenraum erwärmt, steigt auf und gelangt - ohne dass dazu Strom notwendig ist - durch die oberen Öffnungen in den Raum.

Der dritte Kooperationspreis ging an die steirische Firma Kulmer Holz-Leimbau. Mit Unterstützung durch das Institut AEE INTEC wurden im Rahmen eines Projekts vorgefertigte Fassadenelemente entwickelt, in denen die Gebäudetechnik bereits integriert ist. Das sei etwa für Generalsanierungen von Wohngebäuden interessant, bei denen die Erneuerung wichtiger Teile der Gebäudetechnik viel Schmutz, Lärm sowie hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand bedeutet.

"ACR Woman Award" an Physikerin vom ZFE

Der "ACR Woman Award" ging an die Physikerin Evelin Fisslthaler vom Zentrum für Elektronenmikroskopie (ZFE) in Graz. Die 40-jährige Forscherin ist Spezialistin für Nanoanalytik und wurde für ihre Leitungsfunktion bei dem Projekt "Quantitative Analyse innerer Grenzflächen" ausgezeichnet, in dessen Rahmen Kontaktstellen zwischen verschiedenen Materialien auf atomarer Ebene analysiert wurden.

Außerdem hat das ACR-Netzwerk im Rahmen einer Umfrage die Standpunkte der wahlwerbenden Parteien zur Forschungs- und Entwicklungspolitik (F&E) gesammelt. Geantwortet haben SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und NEOS. Die vollständigen Antworten auf fünf einschlägige Fragen können unter http://go.apa.at/nCaAJQO9 nachgelesen werden.

Service: http://www.acr.at

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