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Symposium Wirtschafts- und Finanzkommunikation © Fachhochschule St. Pölten
Symposium Wirtschafts- und Finanzkommunikation © Fachhochschule St. Pölten

Partnermeldung

Facetten der digitalen Finanzkommunikation

27.04.2018

Gestern fand an der Wiener Börse das 4. Symposium Wirtschafts- und Finanzkommunikation des Departments Medien und Wirtschaft der Fachhochschule St. Pölten statt. Die diesjährige Tagung widmete sich dem Thema "Digitale Finanzkommunikation". Am Programm standen Vorträge zu Big Data, Algorithmen und Robotics in der Investmentkommunikation und im Finanzjournalismus.

Das Programm gewährte Einblick in die vielen Welten der digitalen Finanzkommunikation und nahm aktuelle Entwicklungen unter die Lupe. Der Journalist Alexander Fanta etwa hinterfragte, welche Rolle Finanzjournalistinnen und -journalisten in Zeiten zukommt, in denen Algorithmen die Geschichten schreiben. Ob Finanzjournalismus in Zeiten des Social Trading für Investorinnen und Investoren noch von Nutzen sein kann, diskutierten Erwin Hof von der Wiener Börse und Nikolaos Nicoltsios von wikifolio. Sie gaben mit ihren Vorträgen einen Eindruck von der Szene der Social Trader.

"Die FinTech-Welle hat mit Social Trading eine innovative Form der Geldanlage hervorgebracht. Die Idee basiert auf der Nutzbarmachung der kollektiven Intelligenz einer Gruppe und soll Anlegerinnen und Anlegern via Online-Plattform bessere Investment-Entscheidungen und Veranlagungsresultate ermöglichen. Einerseits können Personen dadurch in Handelsstrategien erfolgreicher Traderinnen und Trader investieren und diese 1:1 kopieren. Zum anderen erhalten Traderinnen und Trader bei einer positiven Performance eine Vergütung", erklärt Erwin Hof.

"Finanzkommunikation ist mehr als die Kommunikation von Finanzdaten. Ihre Wirkung reicht weit über die Finanzwelt hinaus und betrifft jede und jeden einzelnen. Gute Finanzkommunikation braucht einen interdisziplinären Zugang und sie ist immer stärker digital. Wir müssen - auch als Ökonomen oder Kommunikatoren - anfangen, Technologie als einen integrativen Teil unseres Tuns zu betrachten und uns mit den relevanten Entwicklungen auseinandersetzen. Wir hinken in der Praxis den technischen Möglichkeiten stark hinterher. Wir wollten beim heurigen Symposium zeigen, welche Möglichkeiten uns digitale Technologien eröffnen, diese aber auch kritisch diskutieren", sagt Monika Kovarova-Simecek, Initiatorin der Veranstaltung und designierte Leiterin des im Herbst an der FH St. Pölten startenden Studiengangs Wirtschafts- und Finanzkommunikation.

Digitalisierung: gut und hinterfragenswert zugleich
Digitale Technologien versprechen den Investorinnen und Investoren personenbezogene Informationen, virtuelle Events sowie Audio- und Video-Webcasts. Wie das funktioniert, erzählten Knut Wichering von EQS und Christoph Schrills von sentifi, zwei Beratungsunternehmen auf dem Gebiet der digitalen Finanzkommunikation. Statistik-Austria-Direktor Konrad Pesendorfer zeigte, welche Rolle der Statistik aktuell und in Zukunft zukommt.

Resümee der Tagung: Digitalisierung habe bislang viel Gutes, aber auch viel Hinterfragenswertes hervorgebracht. In Zeiten von Social Media, Alternative Facts und Fake News gewinnen Datenqualität und valide Quellen an Bedeutung.

Kurz, aber profund - Postersession mit Einblick in acht Finanzwelten
Bei einer Postersession präsentierten Studierende sowie Dozentinnen und Dozenten des Masterstudiums Digital Media Management der FH St. Pölten Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte zu den Themen Robo Advisors im Bankbereich, Online-Kommunikation in Investor Relations, Social-Media-Präsenz von Börsenmärkten, Soziologie des Geldes, eXtensible Business Reporting Language (XBRL), digitales Financial Reporting sowie Financial Literacy und Informationsverhalten von Privatanlegerinnen und -anlegern.

"Die Ergebnisse unserer Forschung sind für die Praxis höchst relevant und ich freue mich, dass wir das Themengebiet der Wirtschafts- und Finanzkommunikation an der FH St. Pölten mit dem im Herbst startenden gleichnamigen Studiengang noch weiter vertiefen", sagt Kovarova-Simecek. Alle Vorträge und Poster können unter financial-communications.fhstp.ac.at nachgelesen werden.

KooperationspartnerInnen des Symposiums Wirtschafts- und Finanzkommunikation waren Wiener Börse, Circle Investor Relations Austria (CIRA), Finanzjournalistenforum, Public Relations Verband Austria (PRVA), Industriellenvereinigung Niederösterreich, CCR Zürich und APA-OTS.

Fotos:
APA-Bildergalerie: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/12975

Symposium Wirtschafts- und Finanzkommunikation 2018. Digitalisierte Finanzkommunikation
Twitter: https://twitter.com/FinCom_Austria, https://twitter.com/fh_stpoelten, #wufkomm
Mehr zum Thema: https://financial-communications.fhstp.ac.at

Studium Wirtschafts- und Finanzkommunikation
Im Studienjahr 2018/2019 startet an der FH St. Pölten das neue Masterstudium Wirtschafts- und Finanzkommunikation*. Das interdisziplinäre Studium bildet Expertinnen und Experten für Bereiche wie Investor Relations, Financial Reporting & Controlling sowie Daten- und Finanzjournalismus aus und ist geprägt durch starken Praxisbezug, intensive Kooperation mit Unternehmen, einen hohen Anteil an englischsprachigen Lehrveranstaltungen und das Vermitteln hoher Forschungskompetenz.
* vorbehaltlich der Genehmigung durch die AQ Austria.
Information und Bewerbung: https://www.fhstp.ac.at/mwf

Über die Fachhochschule St. Pölten
Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den sechs Themengebieten Medien & Wirtschaft, Medien & Digitale Technologien, Informatik & Security, Bahntechnologie & Mobilität, Gesundheit und Soziales. In mittlerweile 17 Studiengängen werden mehr als 3.000 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt zu den oben genannten Themen sowie institutsübergreifend und interdisziplinär. Die Studiengänge stehen in stetigem Austausch mit den Instituten, die laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickeln und umsetzen.

Informationen und Rückfragen:

Mag. Mark Hammer
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