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Forschungsintensive Unternehmen wachsen schneller

04.12.2017

Forschung, Entwicklung und Innovation sind wichtige Faktoren für Beschäftigungswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Eine Studie des WIFO und des ACR-Instituts KMU Forschung Austria zeigt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen F&E-Aktivitäten und Unternehmensentwicklung auf. Darüber hinaus sind schnell wachsende Unternehmen innovativer, weisen eine höhere Arbeitsproduktivität auf, haben eine höhere Exportbeteiligung und einen höheren Umsatzanteil an Marktneuheiten.

Schnell wachsende Unternehmen tragen im erheblichen Maße zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen bei. Dies gilt insbesondere für die Teilgruppe von Unternehmen mit hoher F&E-Intensität. Förderinstitutionen haben daher ein besonderes Interesse an dieser Gruppe von Unternehmen, weil diese nicht nur Arbeitsplätze im Unternehmen selbst, sondern auch bei Zulieferbetrieben sowie in Unternehmen in anderen Branchen durch Spillover-Effekte schaffen.

Während der Zusammenhang zwischen F&E-Aktivitäten, Firmenwachstum und Firmenalter hinreichend untersucht wurde, gibt es vergleichsweise wenig Anhaltspunkte über die Merkmale der geförderten Forschungsprojekte schnell wachsender Unternehmen.

Diese Studie im Auftrag der FFG untersuchte den Zusammenhang zwischen F&E-Aktivitäten, Beschäftigungswachstum und der Exportquote; welche Gruppe von F&E-aktiven Unternehmen eine hohe Beschäftigungswirkungen aufweisen; welche Unternehmenscharakteristika und Projektmerkmale schnell wachsende Unternehmen im Vergleich zu Unternehmen mit moderatem Wachstum aufweisen; und welche Kriterien zur Auswahl von Forschungsprojekten geeignet sind, wenn ein möglichst hohes Arbeitsplatzpotential generiert werden soll.

Es zeigt sich, dass schnell wachsende Unternehmen über eine Unternehmens-Wachstumsstrategie verfügen und sich aufgrund der Dynamik beständigen Herausforderungen der internen Reorganisation sowie der Finanzierung ihrer Wachstumsstrategie gegenübersehen. Bei erfolgreichen, F&E-intensiven Wachstumsunternehmen sind die Marktrisiken aufgrund eines professionellen Innovationsmanagements minimiert, es arbeitet ein relativ hoher Anteil der F&E-MitarbeiterInnen am geförderten Forschungsprojekt mit, und es werden oft weitere zur Umsetzung rekrutiert. Der Anteil der industriellen Forschung am gesamten Forschungsbudget liegt bei schnell wachsenden Unternehmen relativ hoch - Industrie: 10-20%, manchmal sogar 30-50% (z.B. IKT), oder bei reinen Forschungsdienstleistern bei bis zu 90%. FFG Projekte spielen bei dieser Art von F&E-intensiven Unternehmen eine wichtige Rolle und tragen damit zum Unternehmenswachstum bei, wobei die höchste Hebelwirkung bei folgenden Unternehmen gesehen wird: F&E-intensiven Gründungsunternehmen mit hohem Wachstumspotenzial sowie bei wissensintensiven Unternehmen, die in neue Geschäfts-/ Technologiefelder vordringen wollen bzw. neue Geschäftsmodelle erproben.

Die ganze Studie finden Sie hier: www.kmuforschung.ac.at

Quelle: ACR

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