Politik & Wirtschaft

Fischler: Große Themen nicht alleine der Politik überlassen © APA/OTS (European Forum Alpbach)
Fischler: Große Themen nicht alleine der Politik überlassen © APA/OTS (European Forum Alpbach)

APA

Forum Alpbach: Diversity and Resilience nach Konflikt und Kooperation

01.09.2017

Der Präsident des Europäischen Forum Alpbach, Franz Fischler, hat eine positive Bilanz über die heurige Veranstaltung gezogen und das Generalthema für 2018 genannt: "Diversity and Resilience". "Übersetzungsarbeit werden wir noch leisten müssen", sagte Fischler. Zum heute endenden Forum kamen fast 5.800 Teilnehmer aus knapp mehr als 100 Nationen. Noch mehr Gäste sind kein Ziel.

850 Sprecher - der Frauenanteil ist ein wenig auf 37 Prozent gestiegen - lieferten beim 73. Forum Debattenbeiträge in unzähligen Panels von Politik über Gesundheit hin zu Wirtschaft und Finanzen. Das Motto heuer war "Konflikt und Kooperation".

Kommendes Jahr - "ab Montag beginnt die Programmierung" - findet das Forum vom 15. bis zum 31. August statt. Für passende Übersetzungen des nächstjährigen Themas bräuchte es noch einen Genieblitz, wörtliche Übersetzungen würden nicht reichen. "Vielleicht übersetzen wir aber gar nicht", so Fischler.

Zum Generalthema erläuterte Fischler zum Begriff "Diversity", dass dabei das Genderthema wichtig sei, aber es gebe viele andere Formen und Notwendigkeiten über diesen Thementeil zu diskutieren. Eine Brücke zu "Resilience" sei vorhanden: Wenn man Biotope studiere zeige sich, dass diese "je diverser desto stabiler" sind, sagte Fischler. Volatil sei nicht nur das Wetter, sondern auch Märkte oder die Politik. Dass Österreich in der zweiten Jahreshälfte den EU-Vorsitz führt werde ebenso "in geeigneter Art einfließen".

Heutige Politik "sehr kurzfristig"

Dass heuer die Bühne Alpbach auch für den Wahlkampf genutzt wurde, sei "kein großes Drama", so Fischler. Das Forum selbst sei wahlkampffrei geblieben. Grundsätzlich hielt Fischler fest, dass "die heutige Art Politik zu machen sehr kurzfristig, maximal bis zum nächsten Wahltermin angelegt ist". Keines der aktuellen großen globalen Probleme - Klimawandel, Migrations- oder Nachhaltigkeitsfrage oder Überalterung - sei aber kurzfristig zu lösen. Also dürften die großen Themen nicht alleine der Politik "mit ihrem anderen Planungshorizonten" überlassen werden. Dafür brauche es andere Kräfte der Gesellschaft: Die Wissenschaft, Wirtschaft, Intellektuelle und kulturell Aktive, die aufmerksam machen auf längerfristige Ziele - nicht zuletzt bei Foren wie in Alpbach.

Weitere Meldungen aus Politik & Wirtschaft
APA
Partnermeldung