Politik & Wirtschaft

Kooperationsmeldung

Haus der Industrie: Die „MINT-Community“ wächst!

24.04.2018

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit der Industriellenvereinigung

Bereits zum zweiten Mal hieß es Dienstagabend vor rund 300 Gästen im Haus der Industrie in Wien "MINT-Schulen vor den Vorhang". Bundesminister Univ. Prof. Dr. Heinz Faßmann, der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Georg Kapsch, die Rektorin der Pädagogischen Hochschule Wien, Mag.a Ruth Petz sowie Dr. Klaus Peter Fouquet, Präsident der Wissensfabrik Österreich sowie CEO von Bosch Österreich verliehen als Träger der Initiative gemeinsam das "MINT-Gütesiegel 2018-2021". Die Initiatoren freuten sich über das ungebrochene Interesse auch bei der zweiten Runde für dieses Qualitäts-Label. Aus den 120 Bewerbungen, die aus allen Bundesländern und quer über alle Bildungsstufen eingereicht wurden, hat eine Fachjury 103 besonders engagierte Bildungseinrichtungen für die Auszeichnung ausgewählt. Gemeinsam mit den 113 MINT-Schulen der letzten Ausschreibungsrunde umfasst die MINT-Community nun in Summe 216 ausgezeichnete Schulen und Kindergärten, wobei letzteren heuer zum ersten Mal eine Teilnahme ermöglicht wurde.

Bundesminister Faßmann zeigte sich ausgesprochen angetan: "Als Bildungsminister freue ich mich sehr, dass vom Kindergarten über die Volksschule bis zur Matura darauf geachtet wird, Kinder und Jugendliche für die MINT-Fächer zu begeistern. Neben der Digitalisierungskompetenz ist dies die zweite Grundlage, um junge Menschen zukunftsfit zu machen und ihnen die richtigen Qualifikationen für ihren weiteren Ausbildungsweg bis zur Arbeitswelt der Zukunft beizubringen."

Auch der Gastgeber IV-Präsident Kapsch war beeindruckt: "Insbesondere die heuer erstmals ausgezeichneten elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen haben Vorbildcharakter. Diese 'Forschungskindergärten' machen klar, wie wichtig und erfolgversprechend es ist, Lernfreude und Wissbegierde der Kinder von Beginn an ins Zentrum zu stellen." Durch das frühe Heranführen an den MINT-Bereich entwickle sich auch ein größeres Selbstvertrauen, sich technischen Herausforderungen zu stellen. Und das sei heute wichtiger denn je, denn die Welt um uns herum verändere sich immer schneller. "Ohne Technik geht heute kaum noch etwas. Wir können uns als Gesellschaft nicht vor diesen Entwicklungen verschließen. Aber wir können jungen Menschen das Rüstzeug mitgeben, um sich mit Technologie aktiv und kritisch auseinanderzusetzen. Die ausgezeichneten MINT-Schulen und Kindergärten zeigen vor, wie es geht", so Kapsch.

Für Rektorin Petz zeigt das Gütesiegel die hervorragende Arbeit auf, die an vielen Schulen im MINT-Bereich geleistet wird. Für einen begeisternden MINT-Unterricht spielen die Lehrerinnen und Lehrer eine entscheidende Rolle. "Diese in der Aus- und Weiterbildung optimal zu unterstützen ist eine der Kernaufgaben der Pädagogischen Hochschulen. Zusätzlich versucht die Pädagogische Hochschule Wien die ausgezeichneten MINT-Schulen untereinander und mit anderen Schulen zu vernetzen, um den schulübergreifenden Austausch zu fördern und ein wechselseitiges Lernen zu ermöglichen."

Bosch Österreich-Chef und Wissensfabrik-Präsident Fouquet hob die Bedeutung der MINT-Fächer vor allem vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung und Vernetzung hervor. "Wir bei Bosch begreifen das Internet der Dinge als epochalen Wandel. Künftig werden Autos autonom fahren, Maschinen automatisch miteinander kommunizieren, Energiesysteme intelligent agieren. Unternehmen, die auch in Zukunft erfolgreich sein wollen, müssen den Weg der zunehmenden Vernetzung gehen und den epochalen Wandel mitgestalten. Dafür braucht es entsprechendes Personal, vor allem hochqualifiziertes Personal im MINT-Bereich. Österreich braucht mehr innovative Schulen und Kindergärten mit MINT-Fokus." Erfolgreiche MINT-Bildungseinrichtungen zeichne vor allem die Einbeziehung außerschulischer Partner aus. "Die Kooperationsmöglichkeiten reichen dabei von der Vermittlung von Praktika über Exkursionen bis zu Bildungspartnerschaften, wie sie die Wissensfabrik Österreich anbietet", so Fouquet.

Barbara Streicher, Geschäftsführerin des Vereins ScienceCenter-Netzwerk und Mitglied der Fachjury, hob die Bedeutung der Mädchenförderung im MINT-Bereich hervor. Denn noch immer entscheiden sich nur wenige Mädchen bzw. Frauen für einen Beruf im MINT-Bereich. Welchen Karriereweg junge Menschen einschlagen, ist sehr stark von Geschlechter-stereotypen geprägt. Diese Stereotypen sollten im Unterricht gezielt thematisiert und gleichzeitig die Vielfalt an möglichen Karrieren im MINT-Bereich aufgezeigt werden.

Zahlreiche hochrangige Gäste aus Bildungspolitik und Wirtschaft wohnten der feierlichen Übergabe der MINT-Wandplaketten und der Urkunden an die ausgezeichneten Bildungseinrichtungen bei. Der Chor der Technischen Universität Wien, die diesjährigen Gewinner des Science Slam Wien, Christian Bertsch und seine Tochter Ella, sowie die "MINT-Kids" aus der NMSI & JHS Konstanziagasse 50, der Volksschule und dem Kindergarten Prandaugasse in Wien unterhielten die anwesenden Gäste.

Das MINT-Gütesiegel ist eine gemeinsame Initiative vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Industriellenvereinigung, der Wissensfabrik Österreich und der Pädagogischen Hochschule Wien. Es stellt ein neues bundesweit gültiges Qualitätszertifikat für innovatives Lernen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mit vielfältigen Zugängen für Mädchen und Burschen dar. Ausgezeichnete Bildungseinrichtungen erhalten das MINT-Gütesiegel als digitales Logo für ihren Webauftritt sowie als Wandplakette für ihr Gebäude. Die ausgezeichneten Schulen und Kindergärten sind öffentlichkeitswirksam auf der "MINT-Landkarte Österreich" unter www.mintschule.at verortet. Das Gütesiegel wird für die Dauer von drei Jahren vergeben, eine Wiedereinreichung ist möglich. Die dritte Ausschreibung für das MINT-Gütesiegel wird im Herbst 2018 starten.

Weitere Informationen unter www.mintschule.at

Rückfragehinweis:
   Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung 
   Mag.a Annette Weber 
   +43 (1) 53120-5025 
   anette.weber@bmbwf.gv.at 
   
   Industriellenvereinigung (IV) 
   Maria-Anna McDonald MAS 
   +43 (1) 711 35 2300 
   anna.mcdonald@iv.at
   
   Wissensfabrik – Unternehmen für Österreich 
   Mag. Veronika Kotzab 
   +43 (1) 7105459 12 
   office@wissensfabrik.at
   
   Pädagogische Hochschule Wien 
   Dr. Christian Bertsch 
   +43 650 8001025 
   christian.bertsch@phwien.ac.at

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