Politik & Wirtschaft

Kooperationsmeldung

Industrie: OECD zeigt künftige Handlungsfelder in der Bildung auf

13.09.2017

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit der Industriellenvereinigung

"Alle Jahre wieder zeigt die OECD in der Studie "Education at a Glance" Erfolgsgeschichten aber auch Problemfelder unseres Bildungswesens auf. Für eine neue Regierung – wie immer sie aussieht – zeigen die Ergebnisse die künftigen Handlungsfelder klar auf", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, zur Veröffentlichung der OECD-Studie am heutigen Dienstag. "Positiv und international herzeigbar ist wie immer unser starker berufsbildender Sektor. Auch der generelle Bildungsstand ist in Österreich vergleichsweise gut", betonte Neumayer. Die Zahlen würden jedoch zeigen, dass frühem Bildungsabbruch massiv entgegengewirkt werden müsse, denn: "Die Zahl der NEETs, also Jugendlicher, die nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung sind, ist leicht angestiegen. Ein mit 13 Prozent international vergleichsweise niedriger Anteil ist zwar erfreulich, aber trotzdem zu hoch. Früher Bildungsabbruch ohne ausreichende Qualifikationen bringt persönliche Perspektivenlosigkeit und verursacht volkswirtschaftliche Kosten. Und auch bei den Kosten zeigt sich ein altes Bild: ein Input-Output-Problem durch hohe Pro/Kopf-Ausgaben auf der einen und im OECD-Schnitt niedrige Bildungsausgaben gemessen am BIP auf der anderen Seite. Wichtig ist: Das Geld muss bei den Schülerinnen und Schülern ankommen", so der IV-Generalsekretär.

Dringenden Handlungsbedarf sieht die IV vor allem bei der Steigerung der Bildungsqualität bis zum Ende Pflichtschulzeit, weil, so Neumayer, damit "die Grundlage für alle weiteren (Aus)-Bildungswege gelegt wird". Daher müsse zum einen der klare bildungspolitische Fokus auf einer Qualitätsoffensive in der Elementarbildung liegen, denn: Die Elementarbildung sei das Fundament – für einen erfolgreichen Übertritt in die Schule, die frühe Förderung von Begabungen und faire Bildungschancen. Es müsse endlich zielgerichtet dort investiert werden, wo es den größten Nutzen gibt. "Wir brauchen bundesweit einheitliche Standards für die Qualität und Rahmenbedingungen, eine schrittweise Tertiärisierung bei der Ausbildung, zwei verpflichtende Kindergartenjahre und ein durchgängiges Sprachförderkonzept, das bereits im Kindergarten beginnt. Darum wird keine künftige Regierung herumkommen", so der Generalsekretär. Zum anderen gelte es, dringend notwendige Reformen im Bereich der heutigen Pflichtschulzeit anzupacken. "Notwendig ist die Bildungspflicht als neues Modell, das ein verlässliches und hohes Bildungsniveau aller Kinder mit 14 Jahren garantiert. Also: Kein Absitzen von Schuljahren mehr, sondern ein verpflichtendes Erreichen von Grundbildung sowie als "Meilenstein" und verlässlicher Abschluss ein Grundbildungsnachweis beim Übertritt in die Sekundarstufe II", skizzierte der IV-Generalsekretär das von der IV forcierte Konzept der Bildungspflicht von vier bis 14. "Uns ist wichtig, dass junge Menschen am Ende der Pflichtschule eine gemeinsame Wissensbasis und Schlüsselkompetenzen erreichen, die sie fit machen für Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Wichtig ist, dass sie ihre Stärken und Schwächen einschätzen können und dass sie realistische Vorstellungen über die Wahl ihres weiteren (Aus-)Bildungsweges haben", so Neumayer abschließend.

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