Politik & Wirtschaft

Kooperationsmeldung

Industrie: Zielrichtung Deutschförderung stimmt

22.01.2018

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit der Industriellenvereinigung

„Dass die Bundesregierung den Fokus auf das Beherrschen der Unterrichtssprache Deutsch legt, ist richtig und wichtig. Die Zielrichtung stimmt“, so Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), anlässlich des heute von Bundesminister Heinz Faßmann vorgestellten Konzepts der Deutschförderklassen.

„Mehrsprachigkeit ist Realität in unserer Gesellschaft und damit auch in unseren Bildungseinrichtungen. Das ist wertzuschätzen, anzuerkennen und zu fördern. Gleichzeitig braucht es aber auch eine gezielte und verstärkte Förderung der Unterrichtssprache Deutsch“, so Neumayer weiter. Denn letztendlich sei das Beherrschen der deutschen Sprache nicht nur im Interesse der betroffenen Kinder, die dem Regelunterricht besser folgen können. Es sei auch im Sinne der Pädagoginnen und Pädagogen und wäre überdies eine grundlegende, unentbehrliche Basis für jede gelungene Integration. Ein konkreter Gesetzesentwurf solle laut Neumayer nun so bald wie möglich vorgelegt werden, um operative, ressourcentechnische und finanzielle Fragen klären und diskutieren zu können.

„Wichtig ist uns, dass mit den Deutschförderklassen die Autonomie der Schulen nicht beschränkt wird. Man sollte das Thema auch nicht zu restriktiv angehen, die Einschätzung am Standort berücksichtigen und integrativen Unterricht im Regelklassenverband zulassen, wenn sich ein Standort das zutraut“, betonte Neumayer. Und auch die Frage, in welchem Klassenverband die betroffenen Kinder tatsächlich „verortet“ würden und sich zugehörig fühlen, sei wesentlich.

Bei der konkreten Ausgestaltung sei für die IV jedenfalls zentral, die Themen Sprache und Deutscherwerb durchgängig zu denken. „Es braucht ein strukturiertes und nachhaltiges Sprachbildungs- und Sprachförderkonzept, welches sich wie ein roter Faden vom Kindergarten über alle Bildungsstufen und bis zum Ende der Schullaufbahn zieht“, so der IV-Generalsekretär, der abschließend hervorhob: „Grundsätzlich gilt für uns: alle Kraft in die Phase von 0 bis 6 Jahren, Investitionen und Ressourcen in den Elementarbereich und etwaige Sprachprobleme dort spielerisch beheben. Dann werden eigene Deutschförderklassen irgendwann obsolet.“

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