Politik & Wirtschaft

Kooperationsmeldung

Industrie appelliert: Autonomiepaket nicht aufs Spiel setzen!

30.01.2017

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit der Industriellenvereinigung

"Das Autonomiepaket muss kommen. Noch nie war in Österreich das Fenster so weit offen, für Veränderungen hin zu einer echten Schulautonomie, wie jetzt. Diese Chance dürfen wir nicht verstreichen lassen", so Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), heute, Montag, anlässlich der Aktivitäten der Gewerkschaft gegen das Autonomiepaket.

Neumayer appellierte an alle Beteiligten und Stakeholder, auf Blockaden zu verzichten und gemeinsam konstruktiv an Lösungen für strittige Fragen zu arbeiten. Denn klar sei: "Ohne ein breites Commitment der Pädagoginnen und Pädagogen wird das Paket in der Praxis kaum erfolgreich umgesetzt werden können. Detailfragen müssen offensichtlich noch diskutiert und geklärt werden. Das Autonomiepaket als Ganzes darf man dabei aber nicht aufs Spiel setzen."

Das Paket könne durchaus weitereichender sein, so Neumayer, und meinte damit Fragen rund um flexible Arbeitszeitmodelle, die "einer autonomen Unterrichtsgestaltung entsprechen" oder die finanzielle Autonomie der Schulen, die im Paket nicht angesprochen wird. Viele Vorschläge würden jedoch zentralen Notwendigkeiten entsprechen. "Ein Meilenstein wäre aus unserer Sicht die Flexibilisierung der Unterrichtsorganisation, das ist wirklich überfällig. Damit fallen endlich jene behördlichen Graubereiche weg, in denen sich die Schulen bisher bewegt haben. Autonomie in der Unterrichtsgestaltung bedeutet auch eine Chance, das starre System Schule aufzubrechen und das muss nicht gleich ein Sparpaket bedeuten", betonte der Generalsekretär. Ein weiteres wichtiges Signal sei die Stärkung der bedarfsorientierten Fort- und Weiterbildung, die Verlagerung der Entscheidungskompetenz bei der Auswahl des Lehrpersonals an die Schulen sowie das Ziel objektiver Verfahren bei besagter Auswahl, die jedoch "unbedingt mit weitreichenden Professionalisierungs-, Unterstützungs- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen gepaart sein müssen". Motivation alleine genüge für eine Leitungsaufgabe nicht. "Die Leitung muss auch fähig sein, Autonomie verantwortungsvoll auszuführen und zu leben. Dass jegliche parteipolitische Einflussnahme dabei ein No-Go ist, versteht sich von selbst", so der IV-Generalsekretär.

Wesentlich für eine erfolgreiche Umsetzung des Autonomiepakets sei aber jedenfalls eine "durchdachte, autonomiefördernde und letztlich für die Schulen und Pädagoginnen und Pädagogen praktikable Ausgestaltung der angestrebten Schulcluster. Cluster müssen die Schulen dabei unterstützen, Autonomie gut leben zu können. Sie müssen Autonomie von unten nach oben ermöglichen", forderte Neumayer. Was nicht passieren dürfe, sei die Etablierung eines hierarchischen Parallelsystems, das "top-down" agiere. "Für die Schulen muss der Mehrwert der Clusterlösung klar zu erkennen sein. Es braucht ein gut kommuniziertes Anreizsystem, sich tatsächlich in einem Cluster organisieren zu wollen. Gleichzeitig muss eine wirksame Qualitätssicherung und -steuerung gewährleistet sein, am besten durch eine unabhängige Qualitätssicherungsstelle", appellierte Neumayer abschließend.

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