Politik & Wirtschaft

Kooperationsmeldung

Industrie fordert neues und modernes Bildungsmanagement

03.05.2017

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit der Industriellenvereinigung

"Echte Autonomie braucht einen geeigneten Rahmen. Das heißt konkret: ein modernes, schlankes Bildungsmanagement für Kindergärten und Schulen, das sich auf die Ebenen Bund, Bildungseinrichtung und Träger konzentriert", so Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), der sich der von Hannes Androsch, Ex-RH-Präsident Josef Moser und Andreas Salcher heute geäußerten Kritik an der geplanten Behördenorganisation anschließt.

Auch wenn die IV viele Vorschläge des Autonomiepakets im Bereich der organisatorischen und personellen Autonomie ausdrücklich begrüße – im Zuge der Behördenneuorganisation sei man leider wieder "in altbekannte Muster verfallen" ohne darauf zu fokussieren, worauf es bei einer Schulverwaltungsreform wirklich ankomme, nämlich: "Transparenz, schlanke Strukturen, Effizienz in der Verwaltung, ein Ende der politischen Einflussnahme in allen Bereichen, und das alles im Interesse von Schülerinnen und Schülern", sagte Neumayer.

Genau dies werde durch die geplanten Bildungsdirektionen aber nicht gewährleistet, weil die neue Behördenstruktur lediglich eine rechtliche Einzementierung der IST-Situation mit neuen Funktionsbezeichnungen darstelle. "Es gibt keine wesentlichen Änderungen bei der Vollzugsvereinfachung, die komplizierte Struktur der Schulverwaltung bleibt aufrecht und die politische Einflussnahme wird nicht verringert, wie man an der Rolle der Landeshauptleute als Präsidenten der Bildungsdirektion sieht. Außerdem ist innerhalb der Behörde ein Weisungswirrwarr vorprogrammiert. Daher lehnen wir diese neue Verwaltungskonstruktion eindeutig ab", stellte der IV-Generalsekretär klar. Die Industrie begrüße jedoch ausdrücklich die Vorschläge für eine einheitliche Verrechnung, auch wenn es einigermaßen skurril sei, dass der Bund als Zahler "erstmals Einblick über den konkreten Einsatz von Lehrerinnen und Lehrern in den Pflichtschulen erhalte".

Erfolgreiche und zeitgemäße Schulsysteme würden sich laut Neumayer durch ein gut aufeinander abgestimmtes Gesamtpaket an Erfolgselementen wie etwa eine schlanke Governancestruktur auszeichnen. Der Industrie gehe es daher um die Etablierung einer gänzlich neuen, verschlankten und von parteipolitischem Einfluss befreiten Bildungsverwaltung in Form eines Trägermodells: "Und das lässt sich aus unserer Sicht am besten mit Schul- bzw. Bildungsträgern verwirklichen, die nahe an den Schulstandorten arbeiten und sie auf dem Weg in die Autonomie unterstützten. Diese Schulträger sind dem Bund gegenüber für die Qualität ihrer Schulen sowie für die Umsetzung der finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen verantwortlich. Und sie sind auch Dienstgeber der Pädagoginnen und Pädagogen. Damit wäre eine klare Trennung von zentraler Steuerung und operativer Umsetzung gewährleistet. Für dieses Modell treten wir weiterhin ein", so Neumayer abschließend.

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