Politik & Wirtschaft

Kooperationsmeldung

Industrie zu „Horizon Europe“: Europa darf Anschluss an Innovationsspitze nicht verpassen

17.07.2018

"Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation erfordern innovative Zukunftsvisionen und mutige Schritte. Unternehmen sind gefordert, erheblich in die Entwicklung und Verbesserung von Technologien zu investieren und risikofreudige Entscheidungen zu treffen, um in den hochdynamischen Märkten bestehen zu können", betonte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Peter Koren, anlässlich des informellen Wettbewerbsrates am heutigen Dienstag. Genauso wie die Unternehmen müsse auch die öffentliche Hand bereit sein, auf die Zukunft zu setzen und Wissenschaft und Wirtschaft in ihren innovativen Vorhaben zu unterstützen und damit industriepolitische Ziele proaktiv zu verfolgen. Der jüngst vorgestellte Vorschlag der Europäischen Kommission für das nächste EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon Europe" mit einer moderaten Budgetsteigerung gehe in die richtige Richtung. Es brauche jedoch noch eine deutlich höhere Priorisierung der Zukunftsinvestitionen und damit eine erhebliche Steigerung der vorgesehenen Mittel für Forschung und Innovation.

"Mehr als 120 Mrd. Euro für 'Horizon Europe' sind erforderlich, um den Status quo halten zu können. Für einen echten Impact braucht es ein noch ambitionierteres Budget, wie es auch die Expertengruppe rund um Pascal Lamy (ehemaliger EU-Kommissar und WTO-Generaldirektor) mit einer Verdopplung auf 160 Mrd. Euro gefordert hat", so Koren. Bei der strategischen Planung der konkreten Ausgestaltung des Programms sei darüber hinaus eine enge Involvierung der Mitgliedstaaten und relevanter Stakeholder, insbesondere der Industrie erforderlich. Für Österreich sei das aktuelle EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020", wie auch das künftige "Horizon Europe", enorm wichtig und habe hohe strategische Bedeutung für den Innovationsstandort. "Knapp zwei Drittel des selbst gesteckten Ziels, bis zum Ende des Programmes 1,5 Mrd. Euro daraus einzuwerben, wurde bereits erreicht. Insbesondere die österreichischen Unternehmen sind überdurchschnittlich erfolgreich in diesem Programm," erklärte der IV-Vize-Generalsekretär. Gerade in den Bereichen der Schlüsseltechnologien und IKT, welche die Basis für viele neue Entwicklungen bilden, oder in anderen wichtigen Zukunftsfeldern wie Energie, Klima oder Transport, sei Österreich besonders stark aufgestellt. Es gelte, diese Stärkefelder auch in Zukunft abzusichern und die österreichische Ratspräsidentschaft dazu zu nützen.

Die Technologien von morgen, wie etwa künstliche Intelligenz, standen auch beim informellen Wettbewerbsrat zur Industriepolitik im Fokus. "Diese und andere industrierelevante Schwerpunktsetzungen bilden eine wichtige Grundlage, um industriepolitische Zielsetzungen zu erreichen", so Koren. Die vorgeschlagene Missionsorientierung biete darüber hinaus eine Chance, gemeinsam aus Europa heraus globalen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. Dazu dürften Missionen nicht nur in einer Säule von "Horizon Europe" gelten, sondern für das gesamte Rahmenprogramm und darüber hinaus, zum Beispiel auch in der Kohäsionspolitik. "Insgesamt muss das EU-Rahmenprogramm den speziellen Mehrwert transnationaler F&E-Kooperationen und -Netzwerke entlang der gesamten Innovationskette unterstützen. Dadurch können Expertise gebündelt und Wertschöpfungsketten in Europa abgesichert und ausgebaut werden. Europäische Partnerschaften mit Industriebeteiligung erweisen sich als Erfolgsrezept und müssen auch in Zukunft beibehalten werden," betonte der IV-Vize-Generalsekretär abschließend.

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