Politik & Wirtschaft

Kooperationsmeldung

Industrie zu Klima- und Energiestrategie: Kosteneffiziente Umsetzung erforderlich

28.05.2018

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit der Industriellenvereinigung

"Mit dem Beschluss einer umfassenden Strategie, die beide Seiten der Energie-Klima-Medaille betrachtet, legt die Bundesregierung für Österreich ein Dokument vor, welches es so noch nicht gegeben hat. Diese Leistung der federführenden Ressorts für Nachhaltigkeit (BMNT) und Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) ist anzuerkennen und wird auch seitens der Industriellenvereinigung (IV) begrüßt. Nun muss die nächste Etappe des Umbaus unseres Energiesystems bis zum Jahr 2030 in Angriff genommen werden", so Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), heute, Montag, in einer ersten Reaktion auf den Beschluss der Integrierten Energie- und Klimastrategie im Ministerrat. Aufrecht bleibe jedoch die im Rahmen der Konsultation geäußerte Kritik an der sehr starken Fokussierung auf ein 100-Prozent-Ökostromziel bis 2030. "Energiewende ist mehr als Stromwende. Eine ausbalanciertere Betrachtung wäre wünschenswert, die mit weniger Kosten für alle Beteiligten ein Mehr an Klimaschutz brächte. Klar ist, dass dieses zentrale Ökostromziel nur mit maximaler Kosteneffizienz in der Umsetzung ökonomisch darstellbar sein wird", hielt der IV-Generalsekretär fest.

"Skeptisch sind wir auch was den Mindestpreis für Emissionshandels-Zertifikate betrifft, den die Bundesregierung auf europäischer Ebene unterstützen will. Sollte ein solcher kommen, wird er – ohne wesentliche Änderungen des Emissionshandelssystems – auf die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie negativ durchschlagen", so Neumayer weiter. Durchwegs positiv beurteile man hingegen die starke Technologie- und Innovationsorientierung. Seit jeher sei das der beste Garant, um den Klimaschutz mittels Innovation weltweit voranzubringen und dabei obendrein über neue Produkte Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich zu sichern und zu schaffen. Dies komme auch in einem aufgrund der Konsultation neu hinzugekommenen "Leuchtturm" der Strategie zum Ausdruck, worin Bildung und Bewusstsein ein besonderer Stellenwert eingeräumt wird. Die Industriellenvereinigung erwarte sich von der Bundesregierung nun die konsequente Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen in all ihrer Breite. "Dabei sollte es weniger das politische Ziel sein, ein Füllhorn an allen denkbaren Förderungen auszugießen, sondern vielmehr die strukturellen Voraussetzungen für den Umbau des Energiesystems zu schaffen. Wichtige Ansatzpunkte sind hierbei die Länge und Komplexität von Genehmigungsverfahren, die Integration erneuerbarer Energien in den Markt oder der Erhalt der Versorgungssicherheit", betonte Neumayer abschließend.

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