Politik & Wirtschaft

Kooperationsmeldung

Industrie zu Schulpaket: Vorschläge sachlich diskutieren

01.10.2018

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit der Industriellenvereinigung

„Die präsentierten Vorschläge des Schulpakets müssen nun sachlich diskutiert werden. Mit der Wiedereinführung von Ziffernnoten am Ende der 2. Klasse Volksschule findet sicher kein Systemumbau in vergangene, ‚dunkle‘ Bildungszeiten statt. Schade ist aber, dass im Kontext der Notenwahrheit die autonomen Spielräume in den Volksschulen eingeschränkt werden“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, am heutigen Montag zu den präsentierten Eckpunkten zu Noten und Neuer Mittelschule (NMS), wobei zunächst die konkreten Entwürfe abgewartet werden müssten.

Offensichtlich wolle man mit dem geplanten Beurteilungssystem die Schülerinnen- und Schülerströme anders lenken. Das sei politisch legitim, aber gerade in den Ballungsräumen bestehe damit auch die Gefahr von noch stärkeren Ausweichbewegungen von öffentlichen Schulen in Privatschulen. „Das sollte mitbedacht werden“, so der IV-Generalsekretär.

Generalreform der 9. Schulstufe – Grundbildung durch Bildungspflicht

Grundsätzlich brauche man umfassende Maßnahmen, um eine leistungsorientierte Schule umsetzen zu können. „Das heißt für uns: das Erreichen von Grundbildung durch eine Bildungspflicht für alle Kinder von 4 bis 14 Jahren. Also ein verlässliches, für die weiteren (Aus-)Bildungswege anschlussfähiges Wissens- und Kompetenzniveau und ein Grundbildungsnachweis als ‚Meilenstein‘ am Ende der Pflichtschulzeit. Alle politischen Maßnahmen müssen letztendlich auf dieses Ziel hinwirken“, sagte Neumayer. Vor diesem Hintergrund will die Industrie auch das freiwillige 10. Schuljahr in der Polytechnischen Schule (PTS) bewertet wissen: „Als punktuelle Maßnahme angesichts der prekären Situation in der 9. Schulstufe ist die Maßnahme verständlich. Darüber hinaus braucht es aber dringend auch eine Generalreform der 9. Schulstufe“, so Neumayer.

Flexible Umsteigemöglichkeiten

Dass die autonomen Differenzierungsmöglichkeiten an den Mittelschulstandorten bestehen bleiben und um ein in der Praxis erprobtes Modell erweitert werden sollen, sehe die Industrie ebenso positiv, wie das Thema der verstärkten inhaltlichen Profilbildung in den Mittelschulen. „Bei den geplanten Leistungsstandards in der Mittelschule sind flexible Umsteigemöglichkeiten zwischen den Standards sowie eine Durchlässigkeit in die Sekundarstufe II wichtig. Es darf keine Punzierungen schon zu Beginn der 6 Schulstufe, mit der weiterführende Bildungswege verbaut werden, geben“, appellierte Neumayer abschließend.

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