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Italiens Premier verzichtet auf Bewerbung für Lehrstuhl in Rom

11.09.2018

Nach scharfer Kritik und dem Vorwurf des Interessenskonflikts hat der italienische Premier Giuseppe Conte auf seine Bewerbung für einen Lehrstuhl für Privatrecht an der renommierten römischen Universität "La Sapienza" verzichtet. Der Lehrstuhl ist vakant, Conte war einer von vier Bewerbern für die Stelle.

Der Regierungschef hätte sich in dem Bewerbungsverfahren kürzlich einer Englisch-Prüfung unterziehen müssen, sagte den Termin wegen institutioneller Verpflichtungen aber ab. Wegen Kritik der Opposition, die "Interessenskonflikte" in der Tätigkeit ortete, kündigte Conte an, auf den Lehrstuhl zu verzichten. Er tue dies aus "persönlicher Sensibilität" - und nicht, weil er dazu von den beiden Regierungsparteien aufgerufen worden sei, betonte er.

Der 54-jährige Conte, der vor seiner Ernennung zum Premier im Juni Privatrecht an der Universität in Florenz lehrte, war einer von vier Kandidaten im Rennen um den Lehrstuhl in Rom. Conte war aufgrund seines Lebenslaufes in die engere Wahl der Kandidaten gekommen. Die Bewerbung hatte auch internationale Reaktionen hervorgerufen: "Sucht Italiens Premier einen alternativen Job?", hatte die US-Tageszeitung "New York Times" gefragt. Der parteiunabhängige Conte bestritt dies heftig. Seine Regierung aus der rechten Lega und der populistischen Fünf Sterne-Bewegung werde fünf Jahre lang im Amt bleiben.

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