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Landes-Innovationspreis: JKU-Projekte ausgezeichnet

27.10.2017

Zum 24. Mal wurden mit dem oö. Landespreis für Innovation die besten Leistungen in vier Kategorien gekürt - darunter zwei JKU-Projekte.

Die Einreichungen waren erstklassig und machten der Jury die Entscheidung nicht leicht", betonte Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl. Zwei JKU-Forschungen überzeugten die Jury dennoch.

Die Kategorie Forschungseinrichtungen gewann das Institut für Signalverarbeitung der JKU. Mit dem Jurypreis für radikale Innovationen wurde das Institut für Nachrichtentechnik und Hochfrequenzsysteme gemeinsam mit dem Institut für Netzwerke und Sicherheit der Johannes Kepler Universität Linz ausgezeichnet.

Mehr Infos zum Projekt des Instituts für Signalverarbeitung:

Unterdrückung kritischer Signalreflexionen zur Erhöhung der Reichweite von hochintegrierten Radarsensoren in modernen Automobilen

Moderne Automobile sind mit Radarsensoren ausgestattet, welche genaue Umgebungsinformationen liefern und daher wesentlich für moderne Fahrerassistenzsysteme sowie für die Realisierung autonom fahrender Autos sind. Die Sensoren werden häufig unmittelbar hinter der Stoßstange verbaut, wodurch die ausgesendeten Signale allerdings ständig von der eigenen Stoßstange reflektiert werden. Dies verursacht Störsignale, welche die erzielbare Reichweite und Genauigkeit maßgeblich verringern. In der vorliegenden Forschungsarbeit wurde ein neuartiges Lösungskonzept entwickelt, welches die beinahe vollständige Unterdrückung der unerwünschten Reflexionen ermöglicht. Den Kern der Innovation bildet ein künstlich erzeugtes Radar-Ziel am Chip zusammen mit statistischen Signalverarbeitungsalgorithmen. Das vorgeschlagene und patentierte Konzept wurde erfolgreich mittels Prototyp verifiziert und lässt sich ökonomisch und vollständig in einem Radar-Chip integrieren.

Mehr Infos zum Projekt des Instituts für Nachrichtentechnik gemeinsam mit dem Institut für Netzwerke und Sicherheit:

Gesicherte Kommunikation zum Schutz von Hochspannungsleitungen

Hochspannungsschutzgeräte sind ein wesentlicher Teil des Stromnetzes, da diese die Versorgungssicherheit maßgeblich unterstützen, indem der betroffene Bereich des Netzes im Fehlerfall abgeschaltet wird. Ein sehr zuverlässiges Verfahren ist der Leitungsdifferentialschutz. Die Fehlererkennung beruht bei diesem Verfahren auf dem Vergleich der Stromwerte an beiden Enden einer Hochspannungsleitung. Diese Daten sind hochsensibel und müssen präzisen zeitlichen Anforderungen genügen.

Bisher konnten nur aufwändige und sehr teure Kommunikationsnetze für diese Anwendung verwendet werden. Die Institute für Nachrichtentechnik und HF-Systeme sowie für Netzwerke und Sicherheit an der JKU haben gemeinsam mit der Firma Sprecher Automation ein neues Verfahren entwickelt, mit dem der Datenaustausch sicher und zeitlich präzise über das Internet erfolgen kann.

Quelle: JKU

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