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Leichtfried gibt Startschuss für erste 5G-Testregion in Österreich

27.09.2017

Infrastrukturministerium und Land Kärnten errichten gemeinsam die erste Testregion für 5G in Österreich. Der neue Mobilfunkstandard ist wesentlich schneller und leistungsfähiger als die aktuelle Generation LTE. Die 5G-Testregion in Kärnten trägt den Namen "5G Playground Carinthia". Sie dient heimischen Betrieben als Versuchslabor unter Realbedingungen, in dem sie neue Technologien entwickeln und erproben können. Dazu gehören etwa selbstfahrende Fahrzeuge, die mit ihrer Umgebung kommunizieren, oder intelligente Drohnen, die verunglückte Personen selbstständig finden und die Rettungskräfte zum Unfallort lotsen. Zudem startet das Infrastrukturministerium ein Förderprogramm für Forschung rund um den neuen Mobilfunkstandard 5G.

"Ich will, dass Österreich beim neuen Mobilfunkstandard 5G das Vorreiterland in Europa wird. Darum geben wir heute den Startschuss für die erste 5G-Testregion: Kärnten wird zu einer großen Spielwiese für unsere heimischen Betriebe, um die neue Technik in der Praxis erproben, etwa bei selbstfahrenden Autos, intelligenten Rettungsdrohnen oder vernetzten Robotern. So stärken wir unseren Standort und holen gut bezahlte Arbeitsplätze nach Österreich", sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

"Mit der Einrichtung dieser Testregion nimmt Kärnten eine Vorreiter-Rolle ein und erhält dadurch einen technologischen Vorsprung von mehreren Jahren. Die 5G-Testregion stärkt den Innovationsstandort Kärnten und ermöglicht die frühzeitige Entwicklung von Produkten und Technologien. Konzentrieren wollen wir uns dabei unter anderem besonders auf drei Anwendungsbereiche: den Drohneneinsatz im Bereich der Lebensrettung, die Smart City, die wir mit dem Quartierentwicklungsprojekt Harbach 2020 umsetzen wollen, und Robotics, sprich Maschinen-Interaktion als Basis für Industrie 4.0", sagt die Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig.

"Fokus bei 5G ist die drahtlose Vernetzung und zuverlässige Steuerung von Maschinen - beispielsweise Autos, Minidrohnen und Robotern in Industriehallen. Im 5G-Playground können Forschungseinrichtungen und Startups ihre Konzepte testen und in die Praxis umzusetzen. Beispielsweise entwickeln wir Algorithmen für Multidrohnensysteme im Katastrophenschutz, der Land- und Forstwirtschaft und für die Lieferung eiliger Güter. Zur Kommunikation der Drohnen erfüllen dabei WLAN oder LTE oftmals nicht die anwendungsspezifischen Anforderungen", sagt Christian Bettstetter, Professor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Die 5G-Testregion wird am Lakeside Park in Klagenfurt, am High Tech Campus in Villach und im Industriepark St. Veit eingerichtet. Infrastrukturministerium und Land Kärnten stellen insgesamt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung, um die nötige Glasfaser-Infrastruktur und erste Prototypen von 5G-Sendern zu installieren. Unternehmen können diese Infrastruktur nutzen, um 5G-fähige Produkte und Anwendungen zu testen. Der Mobilfunkstandard 5G gilt als Schlüsseltechnologie. Einerseits wird 5G rasant schnellere Downloads ermöglichen. So kann künftig ein vollständiger Film in knapp unter vier Sekunden heruntergeladen werden. Darüber hinaus ermöglicht 5G eine weit höhere Gerätedichte als der noch derzeitige Standard LTE. Während heute Kundinnen und Kunden noch mit Netzausfällen zu kämpfen haben, wenn sie sich bei Konzerten oder im Fußballstadion befinden, wird dieses Problem mit 5G der Vergangenheit angehören. Das schafft die technische Grundvoraussetzung für selbstfahrende Autos, vernetzte Produktionsmaschinen und intelligente Haushaltsgeräte.

Service: Die Ausschreibung zum 5G-Förderprogramm ist unter folgendem Link öffentlich: https://www.ffg.at/anwendungsforschung5g

Rückfragehinweis:
   Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
   Sophie Lampl, Pressesprecherin des Bundesministers
   +43 (0) 1 711 6265-8014
   sophie.lampl@bmvit.gv.at
   www.bmvit.gv.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/47/aom

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