Politik & Wirtschaft

Autonomes Fahren, ein Daten-Powerhouse © Fotolia/The Lightwriter
Autonomes Fahren, ein Daten-Powerhouse © Fotolia/The Lightwriter

Kooperationsmeldung

Mit Sicherheit automatisiert fahren

21.11.2016

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit dem TÜV Austria

Die Mobilität wird zusehends automatisiert, was eine verstärkte Datenvernetzung bedingt. Ein zentrales Thema dabei ist klarerweise die Sicherheit derartiger Systeme auf allen Ebenen. Hier kommt TÜV AUSTRIA mit seiner Expertise und seinen Leistungen ins Spiel.

Autos erkennen mittlerweile Fahrstreifen, Verkehrszeichen, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer. Stauassistenten lenken, beschleunigen und bremsen im richtigen Moment - der Fahrer überwacht lediglich. Fahrzeuge übernehmen beim automatisierten Fahren sukzessive mehr Aufgaben.

Das "System Auto" erhält in Echtzeit von der Infrastruktur hochpräzise Karten-, Strecken- und Umgebungsdaten. Diese werden für neue Sicherheits- und Warnfunktionen benötigt. Neue Fahrzeugsystemarchitekturen mit Redundanzen, die in einem für das System nicht mehr beherrschbaren Fahrmodus die Kontrolle definiert an den menschlichen Lenker übergeben, werden in naher Zukunft nötig.

Die funktionale Sicherheit von automatisierten Fahrzeugen wird mit Fail-Operational-Systemen gewährleistet. Diese verfügen über eine Vielzahl von Sensoren (Kamera, Radar, light detection and ranging - LiDAR ...) für die erforderlichen Redundanzen. Neue leistungsfähige Steuergeräte sind für die Fusion der eingehenden Daten und der entsprechenden Verarbeitung vorgesehen. Hohe Anforderungen ergeben sich naturgemäß an sicherheitsrelevante Aktoren wie Bremsen und Lenkung. TÜV AUSTRIA begleitet dabei wie in allen technischen Bereichen die laufende Entwicklung mit Analysen von Szenarien und Situationen zur Freigabe automatisierter und vernetzter Fahrfunktionen.

Versetzte Zyklen Einen potenziellen Problemknoten stellt die längere Nutzungsdauer von Fahrzeugen im Gegensatz zur kürzeren von IT-Produkten dar. Letztere erfahren mehrere Software- Updates und sind ständigen Bedrohungen von Cyber-Angriffen ausgesetzt.

Teilweise bieten schon jetzt einige Fahrzeughersteller Over The Air-Updates (OTA) der Software für Autos an. In Zukunft werden zusätzliche temporäre Funktionalitäten, zum Beispiel der Stauassistent für die Urlaubsreise oder "Leistung on demand", ermöglicht. Das schafft zusätzliche Geschäftsmodelle und neues Nutzerverhalten.

Cyber-Security kommt somit große Bedeutung zu. Die Möglichkeit, Systeme mittels OTA mit Updates zu versorgen, schafft nämlich neue Bedrohungen. So besteht etwa die Gefahr, dass Systeme aus Fahrzeugen und Infrastruktur während des Betriebs missbräuchlich oder kriminell modifiziert werden. Eine neue Art der Prüfung wird notwendig.

Neben der typischen zyklischen und auf physische Komponenten ausgerichteten Prüfung werden die Software- und Cyber- Security künftig im Homologationsprozess betrachtet. Die Prüfungen müssen also kontinuierlich im laufenden Betrieb erfolgen. Damit soll gewährleistet werden, dass neben dem einzelnen Fahrzeug auch die ganze Infrastruktur über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg geschützt wird.

TÜV AUSTRIA arbeitet dafür an der Gestaltung einer Cyber Security Referenz-Architektur und der Entwicklung von continuous testing-Verfahren für ein inhärent sicheres System.

Datenschutz

Im Mai 2018 tritt die Datenschutzgrundverordnung DSGVo europaweit in Kraft. Der Umgang mit personenbezogenen Daten muss dann bereits im Entwicklungsprozess der Produkte berücksichtigt werden. In den nächsten Jahren werden dann zum Beispiel personenbezogene Daten bei der Rückgabe des Mietautos oder beim Verkauf des Fahrzeuges gelöscht.

(Von Bernhard Schrammel und Christina Münchhausen)

Quelle: TÜV AUSTRIA TIMES 03 2016

STICHWÖRTER
Sicherheit  | Software  | Unternehmensstrategie  | Wien  | Koop  | Wirtschaft und Finanzen  | Branchen  | IT  | Unternehmen  | Internet der Dinge  | Lebensart  | Lifestyle  | Auto  |
Weitere Meldungen aus Politik & Wirtschaft
APA
Partnermeldung