Politik & Wirtschaft

Risiken vorher abwägen anstatt Krisenfeuerwehr spielen zu müssen © APA (TÜV Austria)
Risiken vorher abwägen anstatt Krisenfeuerwehr spielen zu müssen © APA (TÜV Austria)

Kooperationsmeldung

Neuerscheinung: Österreichisches Jahrbuch für Risikomanagement

17.11.2016

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit dem TÜV Austria

Wie wirkt sich die zunehmende Digitalisierung auf mögliche Industrie- und Konkurrenzspionage aus? Gibt es Prognosemodelle für Krisen? Wo beginnt der Ernstfall und wie reagiere ich adäquat darauf? Antworten auf Fragen wie diese will das nun in Wien vorgestellte "Österreichische Jahrbuch für Risikomanagement 2017" liefern.

"Durchgängig gelebtes Risikomanagement macht Sinn, es schützt und steigert die Werte unserer Unternehmen und der Einrichtungen von Bund, Länder und Gemeinden", betonte Reinhard Preiss, Geschäftsfeldleiter International Industry & Energy der TÜV Austria Gruppe im Rahmen der Präsentation der bereits zweiten Ausgabe des Sammelbandes.

Unterschiedliche Szenarien und zahlreiche Beispiele aus der Praxis werden in 21 Beiträgen von Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und unterschiedlichen Institutionen erörtert. Einig sind sich die Experten darin, dass neue Denkansätze im Zeitalter einer "krisenhaften Weltlage" allein nicht reichen - entscheidend sei die Umsetzung, heißt es in dem Buch, das übrigens auf die Idee von Thomas Goiser, einem ehemaligen Preisträger des vom Zertifizierungsunternehmen gesponserten Wissenschaftspreises zurückgeht.

Zwei Seiten einer Medaille

Die Digitalisierung berge neben Risiken ebenso große Chancen, betonte Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), die die Publikation unterstützt hat. "Dass Magna Steyr Graz Großaufträge an Land gezogen hat, hat originär mit der Digitalisierung zu tun und mit der Möglichkeit, auch kleinere Losgrößen mit wettbewerbsfähigem Kostenmanagement zu fertigen", betonte er.

Der erste Schritt einer Risikoabschätzung sei die schonungslose Auseinandersetzung mit seinem Unternehmen, raten etwa Paul Schliefsteiner und Christoph R. Cede vom an der Universität Graz angesiedelten Kompetenzzentrum ACIPSS (Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies) in ihrem Beitrag. Wichtig sei, Bewusstsein für Schwachstellen zu schaffen und gute Beziehungen zu den Angestellten zu pflegen: "Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied - Frust oder andere Motive der Mitarbeiter könnten dazu führen, dass Spionage ermöglicht oder sogar betrieben wird", streichen sie hervor.

Damit Risikovermeidung jedoch nicht zur Lähmung führt und damit selbst zum Risiko wird, müsse die richtige Balance gefunden werden. Das sei Aufgabe des Managements, schreibt etwa Isabella Mader vom Excellence Institute - Research & Solutions in ihrem Beitrag.

Einen Blick auf Krisenkommunikation und den Umgang mit Social Media werfen der PR- und Unternehmensberater Thomas Goiser und Florian Laszlo, Observer-Geschäftsführer unter dem Titel: "Todesursache Ignoranz? Wollen, Wissen und Können in der 'Algo-Blase'". Lesern stellen Sie einen Zehn-Punkte-Plan für sechs Monate vor, mit dem sie ihr Unternehmen "sicher" aufstellen können. Allerdings warnen sie vor der "Illusion von zu viel Planbarkeit: Innerhalb weniger Stunden kann alles anders sein."

Service: Das Österreichische Jahrbuch für Risikomanagement 2017, herausgegeben vom TÜV Austria in Kooperation mit der Funk-Stiftung, 230 Seiten, 30 Euro, ISBN 978-3-200-04866-9. Erhältlich ab sofort in ausgewählten Buchhandlungen bzw. Direkt-Bestellungen an mailto:marketing@tuv.at.

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